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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Lothar verbietet seinem Heer, Beute zu machen. Während einer Rast geraten der Kölner und der Magdeburger Bannerträger und ihre jeweiligen Truppen mit blanken Schwertern darüber in Streit, welcher von beiden an der rechten Seite des königlichen Bannerträgers einherziehen dürfe. Lothar, der sich gerade zu Tisch gesetzt hat, greift zu den Waffen und stellt unter Drohungen die Ruhe wieder her.

Überlieferung/Literatur

Ann. S. Aegidii Brunsvic. exc. (zu 1136), MGH SS 30, 1 S. 13. Ann. Saxo zu 1136, MGH SS 6 S. 770f. Reg.: Mülverstedt, Regesta archiepiscopatus Magdeburgensis 1 S. 434 Nr. 1108. Knipping, Regesten Köln 2 Nr. 336.

Kommentar

Die Annalisten berichten die Episode nach dem Aufbruch von Würzburg und vor dem Erscheinen des Heeres vor Trient; danach die Einordnung. Vgl. BERNHARDI, Lothar S. 615. GIESEBRECHT, Geschichte der deutschen Kaiserzeit 4 S. 114, erklärt den Streit aus dem anders als bei Lothars Romzug jetzt wieder beim Kölner Erzbischof liegenden Erzkanzleramt für Italien. Von einem vergleichbaren persönlichen Dazwischentreten des Kaisers berichtet der Annalista Saxo 1137, s. Reg. 593.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 503, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1136-00-00_2_0_4_1_1_503_503
(Abgerufen am 24.05.2017).