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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Nach Kardinalbischof Dietwin von S. Rufina und Erzbischof Adalbert von Mainz zwingt Lothar den Bischof Johannes von Prag, dem Kloster Zwiefalten jene Geschenke zurückzugeben, die einst Bischof Meinhard von Prag dem Kloster gemacht, Johannes aber gewaltsam an sich genommen hat. - Richenza stiftet Zwiefalten ein silbernes Weihrauchfaß.

Überlieferung/Literatur

Die Zwiefalter Chroniken Ortliebs und Bertholds c. 10, hg. E. König u. K.O. Müller, 1941 S. 178. Berthold von Zwiefalten, Chronik c. 11, hg. L. Wallach, in: Traditio 13 (1957) S. 201: Quae omnia (sc. dona) a successore eius (sc. Meinhard) Iohanne violenter nobis ablata, sed per Dediwinum Romanae ecclesiae cardinalem, per Maguntinensem archiepiscopum, immo per Lotharium imperatorem coactus reddere iniusta ablata post multa certamina ... sunt recepta. Reg.: Brackmann, Germ. Pont. II, 1 S. 221 Nr. *6. - Stiftung Richenzas: Berthold c. 40, hg. König u. Müller S. 266; Berthold c. 47, hg. Wallach S. 227: ... quatuor turibula quorum tria sunt deaurata, unum argenteum ab imperatrice Richinza datum.

Kommentar

Die Intervention Lothars zugunsten von Zwiefalten wird erfolgt sein, nachdem Johannes von Prag am 17. Februar 1135 von Adalbert von Mainz geweiht worden war, vgl. Reg. 425. Dietwin ist bis zum Frühjahr 1135 in Deutschland bezeugt, vgl. BACHMANN, Legaten S. 43-45. - Der Zeitpunkt der Schenkung Richenzas ist unbekannt.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 426, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1135-02-17_2_0_4_1_1_426_426
(Abgerufen am 23.11.2017).