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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Erzbischof Adalbert von Mainz klagt gegenüber Bischof Otto von Bamberg über Lothar, der die kirchliche Freiheit zerstöre, kanonische Wahlen nach seinem Willen kassiere und, wie in Basel geschehen, einsetze, wen er wolle (videamus canonicas episcoporum electiones ad nutum principis cassari et pro beneplacito suo ipse substituat, quos libuerit. Hoc in Basiliensi ecclesia factum est) (vgl. Reg. 378), der die vom Bischof von Utrecht exkommunizierten Utrechter Ministerialen während des Kölner Hoftages unter seine familia aufgenommen habe, dem Bischof von Utrecht nicht eher ein gnädiger Herr gewesen sei, bis dieser die Ministerialen absolvierte, und der vom Kölner Erzbischof verlangt habe, daß dieser das Pallium aus seiner Hand entgegennehme (vgl. Reg. 381). Adalbert bittet um Trost, was zu tun sei. Es sei besser, das Ärgste zu erleiden, als ein derart schändliches Unrecht an der Kirche zu ertragen.

Überlieferung/Literatur

Drucke: Eccard, Cod. Udal. S. 371 Nr. 366. Jaffé, Cod. Udal. S. 450 Nr. 264. Muller/Bouman, OB Sticht Utrecht 1 S. 316 Nr. 346. Reg.: Böhmer-Will, Regesten Mainz 1 S. 298 Nr. 268. Knipping, Regesten Köln 2 Nr. 301.

Kommentar

Über die Einordnung des Briefes im Hinblick auf die Beziehungen Erzbischof Adalberts von Mainz zu Lothar vgl. PETKE, Lothar S. 296, und Reg. 380.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 389, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1134-00-00_1_0_4_1_1_389_389
(Abgerufen am 18.10.2017).