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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Gegen den ausdrücklichen Rat Lothars verleiht Abt Diemo von Lorsch von den Lorscher Lehen, die mit dem Tode des lothringischen Pfalzgrafen Gottfried (von Calw) ledig geworden sind, nicht, wie der Kaiser gewünscht hat, nur zwei, sondern alle sieben an den Welfen Herzog Welf (VI.).

Überlieferung/Literatur

Chron. Laureshamense, MGH SS 21 S. 435; hg. K. Glöckner, Codex Laureshamensis 1, 1929 c. 143 b S. 424: Nam mortuo Godefrido comite palatino, cum eius beneficia ęcclesię absolute uacarent et Lotharius imperator ex his duo tantum, nam septem erant, Welephoni duci concedi rogaret, ipse (sc. Diemo) uno uerbo prolapsus est, usque ad inremediabile detrimentum ęcclesię. Quicquid feodi inquiens Godefridus palatinus comes in supremo uitę articulo de manu nostra tenuit, eo uos uestimus.

Kommentar

Gottfried von Calw war am 6. Februar, und zwar wahrscheinlich im Jahre 1133, gestorben. Um sein Erbe kam es zu Kämpfen seines Schwiegersohnes Welf VI. gegen Gottfrieds Neffen Adalbert von Löwenstein und Konrad von Zähringen, vgl. PETKE, Lothar S. 185 mit Anm. 428. Sie scheinen im Oktober 1133, als Konrad von Zähringen an Lothars Hof erschien (vgl. Reg. 369), beendet gewesen zu sein. Die Datierung der Intervention Lothars ist unsicher. BERNHARDI, Lothar S. 507 Anm. 27, reiht sie vermutungsweise zum 8. September 1133 ein, vgl. Reg. 364; die Einordnung hier legt das Itinerar des Kaisers zugrunde. - Über Lothars Interesse, daß der Abt möglichst viele Lehensleute haben sollte, vgl. H.-P. WEHLT, Reichsabtei und König, 1970 S. 71.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 379, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1133-11-00_2_0_4_1_1_379_379
(Abgerufen am 22.01.2017).