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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Lothar besiegt einen gewissen Adalbert, der an einer Engstelle den Weg sperrt, erobert dessen hochgelegene Burg Lodrino (?), wohin dieser sich geflüchtet hat, und führt ihn gefangen weg.

Überlieferung/Literatur

Ann. S. Aegidii Brunsvic. exc. zu 1133, MGH SS 30, 1 S. 13: Clus. Ann. S. Blasii Brunsvic. maiorum fragm. zu 1133, MGH SS 30, 1 S. 18: inter Alpes que Reclusorium dicuntur. Ann. Hild. zu 1133, MGH SSrerGerm 8 S. 68: Clus. Ann. Palid. (zu 1133), MGH SS 16 S. 78f. Ann. Patherb. zu 1133, hg. Scheffer-Boichorst S. 159: (locus), qui propter situs angustiam Clus, quasi praeclusus, vocatur ... urbem in supercilio ipsius excelsissimi montis positam ... cepit. Ann. Pegav. zu 1133, MGH SS 16 S. 256: Lodrin. Ann. Saxo zu 1133, MGH SS 6 S. 768. Chron. Regia Coloniens. Rez. I zu 1133, MGH SSrerGerm 18 S. 70. S. Petri Erphesf. cont. Ekkehardi, in: Mon. Erphesf., MGH SSrerGerm 42 S. 39: Clusas, quae ad civitatem Brixam transmittunt ... castrum Lodrun.

Kommentar

Die Burg Lodrin/Lodrun des Adalbert, möglicherweise personengleich mit dem 1101 (?) bei Bischof Adalbero von Trient erwähnten Albertus de Ladreno (BENEDETTO BONELLI, Notizie istorico-critiche intorno al b. martyre Adelpreto vescovo e comprotettore dalla chiesa di Trento vol. 2, Trient 1761 S. 374 Nr. 14), ist nach K. AUSSERER, Die Herrschaft Lodron im Mittelalter, in: Jb. der heraldischen Gesellschaft ,,Adler" NF 15 (1905) S. 4f., nicht bei Lodrone im unteren Judikariental nördl. des Ildrosees, sondern bei Lodrino nördl. Brescia zwischen Trompia- und Sabbiatal zu lokalisieren, wo sich eine Rocca di Lodrino befindet. Eine Verwandtschaft dieses Adalbert mit den seit der zweiten Hälfte des 12. Jh. bezeugten Herren von Lodrone ist nicht nachgewiesen, vgl. AUSSERER, a.a.O. Die Identität Adalberts mit Adalbert von Verona - vgl. zu diesem Reg. 353 - ist mit BERNHARDI, Lothar S. 496 Anm. 92, und TH. GROSS, Lothar III. und die Mathildischen Güter, 1990 S. 121, unwahrscheinlich. - Lothar umging wie auf dem Hinzug Verona, indem er entweder über Brescia durch das Trompiatal oder entlang des Chiese das Judikariental erreichte. Zur Vermeidung von Verona vgl. Reg. 316. - OPLL, Stadt und Reich S. 460, sieht Verona durch Graf Adalbert zum Widerstand gegen Lothar bestimmt.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 360, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1133-08-00_1_0_4_1_1_360_360
(Abgerufen am 06.12.2016).