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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Herzog E. (Heinrich) von Bayern an Kaiser I. (Lothar): Es falle ihm schwer, gegen Friedrich Krieg zu führen, der ihn immer wie einen Bruder geliebt habe, aber er werde ihm, wie befohlen, Feind sein. Jedoch bitte er, vor Antritt des Romzuges (Romanam expeditionem) wenn möglich Frieden zu schließen. Den Herzog von Böhmen und die Söhne Markgraf Theubalds möge er aufsuchen und ihnen seine Gunst erweisen, denn auf diese höre Friedrich am meisten. Er selbst werde mit seinem Bruder und Erzbischof Konrad von Salzburg am festgesetzten Tage beim Kaiser erscheinen. Vor dem Erzbischof von Mainz möge Lothar sich hüten; denn dieser spreche nur scheinbar friedliche Worte, während sein Sinn nach anderem trachte. Den Brief möge der Kaiser im geheimen lesen und sofort verbrennen.

Überlieferung/Literatur

Drucke: Kortüm, Urkundliche, bisher ungedruckte Beiträge zur Geschichte Deutschland's und Italien's im zwölften und dreizehnten Jahrhundert, in: Archiv für Geschichte und Literatur 2 (1831) S. 369. W. Wattenbach, Iter Austriacum 1853, in: Archiv für Kunde österreichischer Geschichtsquellen 14 (1855) S. 73 Nr. 25. Reg.: Böhmer-Will, Regesten Mainz 1 S. 296 Nr. 253.

Kommentar

Fiktion; aus der Lombardischen Briefsammlung, vgl. Reg. 270. Diese Fiktion soll die Antwort auf Reg. 301 darstellen. Bei dem Markgrafen Theubald ist wohl an den Markgrafen Diepold von Cham-(Vohburg) gedacht, vgl. zu diesem Reg. 158 und PETKE, Lothar S. 251. Zu den Beziehungen Erzbischof Adalberts von Mainz zu Lothar vgl. PETKE, S. 269ff., 296.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. †302, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1132-00-00_5_0_4_1_1_302_F302
(Abgerufen am 28.07.2017).