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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Lothar wird von Herzog Heinrich dem Stolzen gebeten, dem Elekt Heinrich von Regensburg die Investitur zu verweigern.

Überlieferung/Literatur

Hist. Welf. c. 19, hg. König, S. 32: Quod dux in iniuriam sui factum compensans ad depositionem eius omnimodis laborabat et apud imperatorem, ut investituram ei negarat et apud apostolicum, ut consecrationem eius interdiceret, calumpnians electionem eius non esse canonicam satagebat.

Kommentar

Heinrichs Vorgänger Kuno starb am 19. Mai 1132, vgl. BERNHARDI, Lothar S. 433 mit Anm. 31, F. JANNER, Geschichte der Bischöfe von Regensburg 2, 1884 S. 35. Der vormalige Bamberger Domkanoniker Heinrich von Wolfratshausen wurde vom ehemaligen Regensburger Domvogt Friedrich von Bogen (-Falkenstein) gegen den Willen Heinrichs des Stolzen erhoben, der darauf das Bistum und die Wolfratshausener Besitzungen in Oberbayern mit Fehde überzog, vgl. Hist. Welf a.a.O. Friedrich von Bogen (-Falkenstein), hatte die Hochvogtei über das Domstift vor dem 17. Juli 1129 an den Herzog verloren, s. die Heinrich als Ratisponensis advocatus anführende Urkunde Bischof Kunos von diesem Tage, RIED, Codex chronologico-diplomaticus episcopatus Ratisbonensis 1 S. 187 Nr. 198; Lothars Urkunde vom 13. Juli 1129, welche Heinrich den Stolzen ebenfalls als Vogt nennt, ist hingegen eine Prüfeninger Fälschung, s. Reg. 199. Wohl zwischenzeitlich war Friedrich von Bogen zu Konrad von Staufen nach Italien gegangen, Kaiserchronik v. 17055-58, hg. E. SCHRÖDER, MGH Dt. Chron. 1, 1892 S. 389. - Heinrich von Wolfratshausen wurde vor dem 19. August 1132 gewählt, war aber damals noch nicht geweiht, vgl. die Datierung einer St. Emmeramer Urkunde vom 19. August 1132, J. WIDEMANN, Die Traditionen des Hochstifts Regensburg und des Klosters St. Emmeram (QErörtBayerG NF 8) 1943 S. 369 Nr. 791: XIIII. kal. sept., tempore ... Heinrici Ratisponensis episcopi nondum ordinati. Zu seiner von Erzbischof Konrad vollzogenen Weihe vor dem Empfang der Regalien vgl. Reg. 364. Über die Rivalität Heinrichs des Stolzen und Friedrichs von Bogen um die Regensburger Domvogtei und den Kampf zwischen Herzog und Bischof um die Regensburger Stadtherrschaft vgl. S. RIEZLER, Geschichte Baierns 1, 1878 S. 612ff., BERNHARDI, a.a.O. S. 498ff., JANNER, a.a.O. S. 24f., 42, PETER SCHMID, Regensburg. Stadt der Könige und Herzöge im Mittelalter (Regensburger Historische Forschungen 6) 1977 S. 189f., K. HAUSBERGER, Geschichte des Bistums Regensburg 1, 1989 S. 108f.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 305, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1132-00-00_2_0_4_1_1_305_305
(Abgerufen am 26.03.2017).