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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Das unter Vorsitz von Papst Innozenz II. tagende Konzil exkommuniziert Papst Anaklet II. und den Gegenkönig Konrad samt deren Anhängern. Am 26. Oktober erscheint Erzbischof Norbert von Magdeburg als Gesandter Lothars und präsentiert ein Schreiben, worin der König sowohl erneut dem Papst Gehorsam verspricht als auch mitteilt, daß er sich mit allen Kräften auf den Romzug vorbereite. Dem gewählten, aber noch nicht investierten Erzbischof Albero von Trier wird von Innozenz II. befohlen, die Wahl anzunehmen; Albero muß unter den Erzbischöfen Platz nehmen.

Überlieferung/Literatur

Acta concilii Remensis, Eccard, Cod. Udal. S. 15f. Nr. 1. Jaffé, Cod. Udal. S. 440ff. Nr. 258. Balderich, Gesta Alberonis c. 12, MGH SS 8 S. 250. Hist. Mauriniacensis monast., MGH SS 26 S. 43; L. Mirot, La chronique de Morigny (Collection de textes 41) Paris2 1912 S. 60: Ceterum die crastina (sc. Oktober 26) domino pape in concilio residenti per quendam Madeburgensem archiepiscopum presentate sunt littere a Lothario rege Alamannorum, in quibus rursus et obedientia promittitur et quod se ad expeditionem cum viribus omnibus regni sui prepararet intimatur. Reg.: Mülverstedt, Regesta archiepiscopatus Magdeburgensis 1 S. 405 Nr. 1044, 1045. Goerz, Regesten Erzbischöfe Trier S. 17. Goerz, Mittelrheinische Regesten 1 Nr. 1839. JL 1 S. 850f. Boshof, Germ. Pont. X, 1 S. 93 Nr. *193.

Kommentar

Zur Überlieferung der Reimser Kanones vgl. R. SOMERVILLE, The canons of Reims (1131), in: Bulletin of the Institute of Medieval Canon Law NS 5 (1975) S. 122-130, T. REUTER, Zur Anerkennung Papst Innozenz' II. Eine neue Quelle, in: DA 39 (1983) S. 396 Anm. 4. - Über Norbert als Gesandten Lothars vgl. D. CLAUDE, Geschichte des Erzbistums Magdeburg 2, 1975 S. 29, W.M. GRAUWEN, Norbertus, 1978 S. 481f., W.M. GRAUWEN, Norbert, 1986 S. 332f., PETKE, Lothar S. 315. - Über Albero vgl. Reg. 275, 279, 296. - Eine Hildesheimer Delegation unter Bischof Bernhard, die mit Norbert nach Reims gereist war (Transl. Godehardi ep., MGH SS 12 S. 642), erlangte die Kanonisierung Bischof Godehards von Hildesheim durch Papst und Konzil. Die päpstliche Littera vom 29. Oktober 1131 teilte Klerus und Volk von Hildesheim die Heiligsprechung mit und forderte dazu auf, das Gedächtnis des Heiligen künftig mit einem Festtag zu begehen, JL 7496, vgl. H. GOETTING, Die Hildesheimer Bischöfe von 815 bis 1221 (1227) (Germania Sacra NF 20) 1984 S. 344f.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 288, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1131-10-18_1_0_4_1_1_288_288
(Abgerufen am 21.01.2017).