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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Kaiser L(othar) schreibt Papst I(nnozenz II.), daß er sich über dessen Erhebung freue; dieser werde das von Petrus Pierleone in der Kirche errichtete Götzenbild Moloch zertreten und Reich und Kirche (regnum et sacerdocium) in ewigem Frieden verbinden. Was sie in Lüttich vereinbart hätten, wolle er erfüllen. Er werde ihm mit 30000 Panzerreitern dienen und Mitte August aufbrechen. Omnipotenti deo inmensas.

Überlieferung/Literatur

Kop.: Österreichische Nationalbibliothek Wien, Cod. 2507, um 1200, f. 28r-28v. Drucke: Kortüm, Urkundliche, bisher ungedruckte Beiträge zur Geschichte Deutschland's und Italien's im zwölften und dreizehnten Jahrhundert, in: Archiv für Geschichte und Literatur 2 (1831) S. 372. W. Wattenbach, Iter Austriacum 1853, in: Archiv für Kunde österreichischer Geschichtsquellen 14 (1855) S. 69 Nr. 2. J.M. Watterich, Pontificum Romanorum ... vitae tom. 2, Lipsiae 1862 S. 219 (zu 1136). Reg.: Stumpf -.

Kommentar

Der fiktive Brief stammt aus der Lombardischen Briefsammlung. Zu dieser vgl. WATTENBACH, a.a.O. S. 39ff., F.-J. SCHMALE, Die Bologneser Ars dictandi, in: DA 13 (1957) S. 16-34, H.-J. BEYER, Der Papst kommt, in: Fälschungen im Mittelalter 5 (SchrrMGH 33, 5) 1988 S. 48ff. Der Brief spielt auf den Lütticher Hoftag (s. Reg. 266) und offenbar den Romzug an. Dazu steht jedoch der Kaisertitel im Widerspruch. - BEYER, a.a.O. S. 53f. mit Anm. 35, datiert die Erstredaktion und Publikation dieses fiktiven Schreibens und der Briefe Reg. 299, 301, 433 und 439 auf 1132 April 24 bis Mai 15.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. †270, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1131-00-00_1_0_4_1_1_270_F270
(Abgerufen am 26.07.2017).