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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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(Papst Innozenz II.) an die Erzbischöfe, Bischöfe, Äbte und Fürsten im deutschen Reich (regnum Theutonicum): Sein Vorgänger Papst Honorius (II.) habe die von ihnen vollzogene Wahl Lothars mit apostolischer Autorität bestätigt und den König zum Empfang der Vollgewalt der kaiserlichen Würde durch den Kardinalpriester G(erhard von S. Croce in Gerusalemme), den Überbringer vorliegenden Schreibens, zum apostolischen Stuhl gerufen (vgl. Reg. 117). Ihn, Innozenz, hätten die Bischöfe und Kardinäle gemeinsam zum Papst gewählt, worauf (Petrus) Pierleone (Anaklet II.) den päpstlichen Stuhl usurpiert habe. Er befiehlt mit vorliegendem Schreiben und durch Kardinalpriester Gerhard und Erzbischof Walther von Ravenna, die Kirche nach Kräften zu unterstützen, Lothar zu Ehrerbietung und Dienst ihm gegenüber anzuhalten und den König im kommenden Winter zu ihm zur Krönung zu geleiten; er anempfiehlt ihnen seine beiden Legaten Gerhard und Walther.

Überlieferung/Literatur

Drucke: Migne PL 179 S. 56. J.M. Watterich, Pontificum Romanorum ... vitae tom. 2, Lipsiae 1862 S. 192. Reg: JL 7413.

Kommentar

Vgl. F.-J. SCHMALE, Die Bemühungen Innozenz' II. um seine Anerkennung in Deutschland, in: ZKG 65 (1953/54) S. 251. MARIO DA BERGAMO (= L. PELLEGRINI), Osservazioni sulle fonti per la duplice elezione papale del 1130, in: Aevum 39 (1965) S. 47f., 57f., E.-D. HEHL, Kirche und Krieg im 12. Jh., 1980 S. 31. Das schreiben dürfte den beiden Legaten nachgesandt worden sein, vgl. Reg. 240.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 239, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1130-06-20_1_0_4_1_1_239_239
(Abgerufen am 17.10.2017).