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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Kaiser (!) Lothar bestätigt der Abtei Nienburg den Schutz, den Besitzstand, die Immunität und das Wahlrecht von Abt und Vogt (Emunitas Lotarii sive Liudgeri imperatoris super de imperiali defensione, possessionum confirmacione, serviciorum et exactionum exempcione et abbatis et advocati electione).

Originaldatierung:
(Data anno domini MCXXX)

Überlieferung/Literatur

Nur als Regest überliefert. Kop.: Oranienbau, Historisches Staatsarchiv (ehedem Anhaltinisches Staatsarchiv Zerbst), Gesamt-Archiv Registranden Kasten 76 vol. II, Nienburger Kopialbuch aus der Mitte des 15. Jh., f. 17v (B) (seit dem Zweiten Weltkrieg verschollen). Drucke: Heinemann, Cod. dipl. Anhaltinus 1 S. 160 Nr. 204. DLo.III. 30. Reg.: Stumpf 3254 a.

Kommentar

Der Wortlaut der Regestierung des Diploms ist, abgesehen von den Herrschernamen, identisch mit demjenigen, durch den DO.III. 76 und DH.III. 258 ebenfalls überhaupt nur bekannt sind, vgl. die jeweiligen Vorbemerkungen. Inwieweit Lothars Diplom dem Text dieser Urkunden oder aber jenem von DKo.II. 20, DH.III. 84 und DH.IV. 82 folgte, ist gegen HIRSCH/ OTTENTHAL, DLo.III. 30, Vorbemerkung, unbestimmt. Lothars Kaisertitel widerspricht dem überlieferten Inkarnationsjahr; da jedoch auch dem König Otto III. für das Jahr 991 die Verleihung der imperialis defensio zugeprochen wird (DO.III. 76), könnte die Titelerhöhung für Lothar auf den regestierenden Schreiber des Kopialbuches zurückgehen. Wir reihen das Diplom vermutungsweise zum Aufenthalt des Königs in Quedlingburg ein. - Abt von Nienburg war seit 1130 Adalbero, Prior von Sankt Blasien und seit 1133 Bischof von Basel, vgl. PETKE, Lothar S. 168. Sein Nienburger Vorgänger Erenfried hatte 1126 (?) die Abtswürde gegen Lothars Willen erlangt, vgl. Reg. 120. - Zu einer Königshufenschenkung Lothars an Nienburg vgl. Reg. 451.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 237, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1130-05-00_1_0_4_1_1_237_237
(Abgerufen am 20.01.2017).