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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Auf Lothars Hilfegesuch eilt Herzog Heinrich der Stolze unter großen Mühen mit sechshundert Rittern herbei. Einen nächtlichen Angriff Friedrichs von Schwaben auf sein Lager wehrt er ab und verfolgt den Staufer bis nach Markgröningen, von wo er mit reicher Beute, zu der fast alle Pferde des Gegners gehören, zu Lothar zurückkehrt.

Überlieferung/Literatur

Hist. Welf. c. 17, hg. König, S. 30-32: Imperator quoque Spiram civitatem Reni in iniuriam Friderici ducis obsedit missoque nuntio Heinricum ducem, ut sibi quantocius in auxilium veniat, invitat. Qui ... ad imperatorem cum sexcentis et eo amplius militibus festinat. Quo cum magno labore perveniens castra ultra Renum posuit ... Fridericus tamen, ... dum quadam nocte armato milite minus caute in castra irrueret, Heinricus praemonitus, armis et equitatura paratus, ad fugam illum compulit et ita fugientem usque im Gruoningen insequitur amissisque aliquot de suis et omnibus paene equitaturis ignominiose evasit. Kaiserchronik v. 17063, hg. E. Schröder, MGH Dt. Chron. 1, 1892 S. 389: Chuonrât si trôste, / daz er die burch lôste.

Kommentar

Über Markgröningens Lage in der Nähe der Straße von Speyer nach Göppingen und Ulm vgl. KÖNIG, a.a.O. S. 118 Anm. 105. Friedrichs Angriff dürfte wegen der Nachricht der Kaiserchronik, die irrtümlich Konrad nennt, ein Entsatzversuch für die belagerte Stadt gewesen sein. Vgl. BERNHARDI, Lothar S. 245.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 208, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1129-00-00_3_0_4_1_1_208_208
(Abgerufen am 22.10.2017).