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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Lothar verleiht dem Hevellerfürsten Pribyslav-Heinrich von Brandenburg die Königswürde.

Überlieferung/Literatur

Die Königswürde Pribyslav-Heinrichs ist bezeugt durch Heinrich von Antwerpen, Tractatus de captione urbis Brandenburgensis c. 4, hg. G. Sello, in: Jahresbericht des Altmärkischen Vereins für vaterländische Geschichte und Industrie zu Salzwedel, Abt. für Geschichte 22, 1 (1888) S. 9; MGH SS 25 S. 483: Verum qui[a] rex erat (sc. Pribyslav-Heinrich) insignia regalia propter deum libenti animo postposuit scrinio et reliquiis beati Petri imponendum diadema regni sui et uxoris sue ad nutum atque arbitrium domini Wiggeri episcopi duodecimi resignavit et concessit, et supradicti regis diadema adhuc in Liezeka usque hodie cernitur.

Kommentar

Über Stodor, das Land der Heveller an der Havel, und seinen christlichen Fürsten Pribyslav-Heinrich (um 1127-1150), der mit Albrecht dem Bären befreundet war und der Albrechts Sohn Otto I. um 1127 bis 1130 die Zauche zum Patengeschenk machte, vgl. KAHL, Slawen und Deutsche S. 26ff. - KAHL, a.a.O. S. 37ff., 69, 74-76, macht wahrscheinlich, daß Pribyslav wie Knut Lavard von Lothar zum König erhoben wurde. Damit schuf der Süpplingenburger ein zweites slavisches Klientelkönigtum. Als Zeit der Königserhebung kommen die Jahre 1128 und 1129, wahrscheinlicher letzteres während des langen Aufenthaltes des Hofes in Sachsen, in Betracht.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 197, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1129-00-00_3_0_4_1_1_197_197
(Abgerufen am 05.12.2016).