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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Kaiser (!) Lothar verkündet Papst Eugen (!) und allem Volk das Gesetz (lex), daß ein Vasall, der ohne Arglist über Jahr und Tag dabei verharrt, vom Herrn seines Lehens (a domino sui beneficii) die Investitur weder zu empfangen noch zu erbitten, sein Lehen (feudum) nicht verliert; Arglist ist nicht gegeben bei Vorliegen eines rechten Hinderungsgrundes. Quoniam inter dominum.

Originaldatierung:
(VI. kal. septembr. ... MCXXVII, indictione V.)

Überlieferung/Literatur

Fiktion; Kop.: Zur handschriftlichen Überlieferung s. P. Weimar, Die Handschriften des Liber feudorum und seiner Glossen, in: Rivista Internazionale di Diritto Comune 1 (1990) S. 38 Anm. 24, Anhang S. 98. Drucke: MGH LL 2, 1 S. 80. MGH Const. 1 S. 679 Nr. 452. Karl Lehmann, Consuetudines feudorum, ed. altera cur. K.A. Eckhardt, Bibliotheca rerum historicarum, Neudrucke 1, 1971 S. 177 (Vulg. lib. II tit. 52 III). Reg.: Stumpf 3235.

Kommentar

Der Text ist in der um 1235/40 redigierten Vulgata Bestandteil des Liber feudorum; in der Ardizonischen Rezension von Ende des 12. Jh. stand er wahrscheinlich noch außerhalb des Rechtsbuches, vgl. LEHMANN, a.a.O. S. 64f., 71, 76-80, vgl. auch P. WEIMAR, Die legistische Literatur der Glossatorenzeit, in: H. COING (Hg.), Handbuch der Quellen und Literatur der neueren Europäischen Privatrechtsgeschichte 1, 1973 S. 166f., H. COING, Handschriften S. 46ff. - GIESEBRECHT, Geschichte der deutschen Kaiserzeit 4 S. 422, betrachtet den Text als Lothar I. und Papst Eugen II. untergeschoben; jedoch widersprechen dem die fiktive Datierung sowie die Autorität, die Lothar III. durch sein echtes Lehensgesetz (Reg. 528) bei den Feudisten besaß, vgl. dazu LEHMANN, a.a.O. S. 79f. Vgl. auch die unechten Lehensgesetze Reg. 348, 349.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. †146, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1127-08-27_1_0_4_1_1_146_F146
(Abgerufen am 23.10.2017).