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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Herzog Lothar von Sachsen soll von Boten der in Aachen versammelt gewesenen Fürsten mit der Nachricht aufgesucht worden sein, daß er als König gewünscht werde, und von seinen Großen zur Reise nach Mainz überredet worden sein.

Überlieferung/Literatur

Kaiserchronik v. 16954ff., hg. E. Schröder, MGH Dt. Chron. 1, 1892 S. 387: Ir boten scuofen si dô dar zuo, / die arbaiten spâte unt fruo, / da ze Brûneswîch si in dô vunden. / an den selben stunden, / alse er daz m얓re vernam, / vil sciere besant er sîne man, / er sprach, ir rât wolt er haben, / ob irz mit ihte wideren mähte. / er sprach, daz er netohte / ze hainen grôzen arbeiten mêre. / daz widerrieten im die hêrren. / jâ sprâchen di hêrren alle, / im solte wol gevallen, / daz in die vursten lobeten / ze riht얓re unt ze vogete. / mit râte si in beviengen, / daz si in sîn ze jungest ubergiengen, / daz er ze Megenze gerait.

Kommentar

Wohl eine Fiktion des Verfassers der Kaiserchronik, vgl. U. REULING, Die Kur in Deutschland und Frankreich, 1979 S. 146; unentschieden ULRICH SCHMIDT, Königswahl und Thronfolge im 12. Jahrhundert, 1987 S. 46 Anm. 65. Hingegen möchten in dieser Überlieferung BERNHARDI, Lothar S. 21f., S. HAIDER, Die Wahlversprechungen der römisch-deutschen Könige bis zum Ende des 12. Jahrhunderts, 1968 S. 54, 58, und U. NONN, Geblütsrecht, Wahlrecht, Königswahl: Die Wahl Lothars von Supplinburg 1125, in: GWU 44 (1993) S. 150f., einen wahren Kern erblicken.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. †91, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1125-05-23_4_0_4_1_1_91_F91
(Abgerufen am 26.03.2017).