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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Lothar nimmt den flüchtigen Sobeslav von Böhmen, der von ihm Rat und Hilfe erhofft, ehrenvoll bei sich auf. Sodann schickt er ihn in Begleitung eines eigenen Gesandten zum Hoftag des Kaisers nach Bamberg, wo, wie er weiß, auch Herzog Vladislav von Böhmen erscheint.

Überlieferung/Literatur

Cosmas III, 56, MGH SSrerGerm NS 2 S. 229: Interea Zobeslau, nostri ducis frater, linquens Poloniam tenuit cum suis omnibus viam ad ducem Saxonie Luteram sperans tanti viri consilio simul et auxilio potiri. A quo honorifice suscipitur hospicio et optato sue spei potitur solatio. Nam predictus dux, ut cognovit principem Boemie regali interesse curie, misit legatum cum hospite suo ad cesarem... Reg.: Vogt, Herzogtum S. 165 Nr. 72, Nr. 74.

Kommentar

Sobeslav war von seinem Bruder Vladislav 1123 aus Westmähren, wo er 1115 eingesetzt worden war, vertrieben worden, vgl. B. BRETHOLZ, Geschichte Böhmens und Mährens bis zum Aussterben der Přemysliden (1306), 1912 S. 198, 200, V. NOVOTNÝ, České dějiny [Böhmische Geschichte] 1, 2, Prag 1913 S. 520, 548f. Auf der Suche nach Beistand gegen Vladislav war er 1123 zunächst zu Heinrich V., dann für sieben Monate zu seinem Schwager Wiprecht von Groitzsch und schließlich im November 1123 zu Herzog Boleslaw von Polen gegangen, Cosmas III, 51, MGH SSrerGerm NS 2 S. 224f. Nun suchte er Hilfe bei Lothar. - Über den Bamberger Hoftag vgl. Reg. 84.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 83, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1124-05-04_1_0_4_1_1_83_83
(Abgerufen am 21.10.2017).