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RI IV Lothar III. und ältere Staufer (1125-1197) - RI IV,1,1

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Lothar nimmt als Vogt von Helmstedt eine Stiftung des Abtes Liutbert von Werden an die Helmstedter Brüder entgegen, wobei die Äbte Anno von Lüneburg und Heinrich von Bursfelde und weitere Personen als Zeugen genannt werden.

Überlieferung/Literatur

Urkunde Abt Liutberts von Werden vom 18. April 1119. Or.: Niedersächs. Staatsarchiv Wolfenbüttel, 12 Urk 3 a (Gegenüber dem beschädigten Or. zeigt dessen Lichtbild in Marburg, Lichtbildarchiv Älterer Originalurkunden bis 1250, acc. 7899 = E 3612, noch einen vollständigeren Textbestand). Ebenda, 12 Urk 3 b, unbesiegelte Abschrift aus dem 12. Jh., mit erweiterter Güter- und Zeugenliste. Druck: P.W. Behrends, Diplomatarium monasterii S. Liudgeri prope Helmstede, in: NMittHistAntiquForsch 2, H. 3-4 (1836) S. 453f., nach einer Abschrift von Hagen Henning, Nieders. Staatsarchiv Wolfenbüttel, VII B Hs 68 f. 19v. Reg.: Vogt, Herzogtum S. 161 Nr. 54 (nach Behrends): ... ego Livbertvs dei gratia Vverthinensis abbas ... petentibus isdem fratribus in manum dvcis Livdgeri éadem predia tradidi ... Acta uero sunt hęc anno dominicę incarnationis M.C.XVIIII., indictione XII., XIIII. kal. mai, VI. feria, presente et suscipiente advocato monasterii duce Livdgero his testibus: Anno Liuneburgensis abbas, Henricus abbas de Buresuelt, Mecelinus, Liudolfus, Adolf comes de Scoenburg, Eico de Gronige, Gerhardus presbyter, Sigibertus, Reinhardus, Marcuuardus, Ricbertus, Gerlac, Bertoldus, Thiedmarus, Godefridus, Bertolfus, Irminfridus, Godefridus.

Kommentar

Über Lothar als Vogt des Werdener Nebenklosters Helmstedt vgl. VOGT, a.a.O. S. 55. Mittelbar ist Lothar bereits durch die undatierte, wiederum beschädigte und offenbar ungedruckte Urkunde des Abtes Rutholf (1104-05) oder dessen gleichnamigen Nachfolgers (1105-12) - vgl. R. KÖTZSCHKE, Rheinische Urbare 2. Die Urbare der Abtei Werden an der Ruhr. A Die Urbare vom 9.-13. Jahrhundert (PubllGesRheinGKde 20) 1906 S. 545, W. STÜWER, Die Reichsabtei Werden an der Ruhr. Das Erzbistum Köln 3 (Germania Sacra NF 12) 1980 S. 312f. - bezeugt, Niedersächs. Staatsarchiv Wolfenbüttel, 12 Urk 2, Marburg, Lichtbildarchiv acc. 7898 = D 940 (Emendationen in eckigen Klammern): ... ego Rvtholfvs dei gratia Werthinensis abbas ... Nam testium nom[ina sunt]: Bernhardus capellanus, Liudolfus cellerarius, Mezelinus custos ęcclesię, Růtpertus presbyter, Gerhardus presbyter, Sidelef forens[is aduo]catus, Liudgerus ducis L. seruiens, Heinrikus de Ronsteden, Bernhardus et frater eius Vbbe, Dudo... Ein Serviens Liudger des Herzogs L(iudger) dürfte deshalb als Zeuge erschienen sein, weil sein Herr bereits Vogt des Klosters war. - Diese Zeugenreihe, mit der Nennung von Sidelef forensis aduocatus der älteste schriftliche Beleg für eine Helmstedter Marktsiedlung, ist von der Literatur, vgl. D. STUBBENDIEK, Stift und Stadt Helmstedt in ihren gegenseitigen Beziehungen. Diss. phil. Göttingen 1974 S. 27f., bislang nicht verwertet worden. - Über den 1119 als Lüneburger Abt genannten Anno vgl. PETKE, Lothar. 20f.

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Empfohlene Zitierweise

RI IV,1,1 n. 59, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1119-04-18_1_0_4_1_1_59_59
(Abgerufen am 27.03.2017).