Regestendatenbank - 174.569 Regesten im Volltext

RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

Sie sehen den Datensatz 1055 von insgesamt 1068.

Papst Stephan (IX.) versichert die Mönche von Cluny (D. Mâcon) (filiis Cluniacensis monasterii) seines Wohlwollens und teilt ihnen mit, dass er ihren Abt (Hugo) bis zu einer kommenden Synode nicht zurückkehren lasse (nostrum dilectissimum filium charitative nobiscum usque ad synodum retinuimus).

Incipit:
Quamvis pro nostrae sedis dignitate ...

Überlieferung/Literatur

Orig.: . Kop.: 1) ca. 1100, Paris, Bibl. nat., Ms. nouv. acq. lat. 2262 p. 15. Drucke: Bull. Cluniacense 16; Migne, PL 143, 879; Robert, Pape belge: Étienne X 120. Reg.: J 3325; Bernard/Bruel, Recueil de Cluny IV 450 n. 3356; Boye, Quellenkatalog 89; vgl. Kohnle, Abt Hugo 293 n. 38; JL 4388. Lit.: Wattendorff, Stephan IX. 52; Meyer von Knonau, Heinrich IV. I 77; Paulus, Geschichte des Ablasses I 74f.; Letonnelier, Cluny 66; Diener, Itinerar Hugos von Cluny 379; Hunt, Cluny under St Hugh 142; Wollasch, Wahl Nikolaus' II. 61f., 64, 67; Lucchesi, Vita di S. Pier Damiani I 108; Kohnle, Abt Hugo 80; Benericetti, L'eremo 85; Hägermann, Papsttum am Vorabend des Investiturstreits 45.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Bernard/Bruel, Recueil de Cluny. In dem nicht datierten Brief teilt der Papst neben seinem generellen Wohlwollen für das Kloster nur mit, dass er dessen Abt Hugo (nostrum ... dilectissimum filium) bis zu einer Synode bei sich behalten werde. Da Hugo von Cluny am 6. März 1058 in Rom weilte und an diesem Tag vom Papst eine Besitzbestätigung erhalten hat (vgl. n. 1385), ist es naheliegend, auch diesen Brief in Zusammenhang mit diesem römischen Aufenthalt zu bringen und die darin angesprochene Synode als die geplante Ostersynode (vgl. n. 1353) (oder auch als n. 1384) aufzufassen. Demnach erfolgt die Datierung. Abgeschlossen wird das Schreiben durch eine allgemeine Segensformel. Wollasch interpretiert den Brief als Absolutio für alle cluniazensischen Mönche, eine Gegengabe für die Sterbebegleitung des Papstes nach seiner angeblichen Profess als clunizansischer Konverse. An der Echtheit besteht kein Zweifel.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 1383, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1058-03-06_1_0_3_5_2_1055_1383
(Abgerufen am 22.01.2017).