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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Stephan (IX.) hält sich mit einer größeren Zahl römischer Begleiter in Montecassino auf.

Überlieferung/Literatur

Erw: Leo Marsicanus, Chr. Casinensis II 94 und III 9 (MG SS XXXIV 353 und 370). Reg.: J p. 382; JL I p. 554. Lit.: Höfler, Deutsche Päpste II 273; Tosti, Storia di Montecassino I 213; Will, Restauration II 131; Hirsch, Desiderius 17; Robert, Étienne X 66, 71; Wattendorff, Stephan IX. 47; Meyer von Knonau, Heinrich IV. I 73; Robert, Pape belge: Étienne X 36f., 46; Kehr, Scrinium 88 (ND Ders., Ausgewählte Schriften 148); Riese, Besetzung der Reichsabteien 67; Mann, Popes VI 220; Grégoire, Mont-Cassin dans la réforme 23; Lucchesi, Vita di S. Pier Damiani I 101; Vrégille, Hugues de Salins I 264; Vrégille, Hugues 207; Halfmann, Cardinal Humbert 18f.; Paravicini Bagliani, Leib des Papstes 167; Johrendt, Reisen der Reformpäpste 62; Gresser, Konzilien 35; Benericetti, L'eremo 80, 144; Hägermann, Papsttum am Vorabend des Investiturstreits 32.

Kommentar

Die Quelle teilt mit, der Papst sei nach Montecassino in festivitate s. Andree cum non parva Romanorum manu gekommen und bis ad festivitatem s. Scolastice geblieben. Weniger genau ist an der zweiten Stelle geschildert, dass der Papst, der zugleich Abt des Klosters ist, in dieses vier Monte nach seiner Papstwahl zurückgekehrt und zu einem unbestimmten späteren Zeitpunkt wieder nach Rom gegangen sei. Dabei trifft der erste Termin ziemlich genau die frühere Aussage. Bei der zweiten Darstellung ist jedoch zusätzlich erwähnt, dass der Papst in seinem Kloster schwer erkrankte (n. 1365). Kehr hat darauf hingewiesen, dass der Papst in Montecassino offenbar von vornherein einen dauerhaften Aufenthalt geplant hatte, da der Skriniar Gregor ihn begleitet hat, was die Absicht vermuten lässt, den kurialen Geschäftslauf auch im Kloster aufrechtzuerhalten.In den zeitlichen Rahmen des Aufenthaltes des Papstes in seinem Kloster ist auch eine Schenkungsurkunde (1058 Jan.) einzufügen, durch welche Papst Stephan IX. als Abt von Montecassino von Graf Marinus und dessen Frau Obdulana ein Viertel der Grafschaft Traetto (Minturno) mit allen Häusern, die sie in dieser Stadt besitzen, ihrer Hälfte der Burg Spigno Vecchio und einem Viertel der Burg Fratte sowie dem Kloster S. Marino und dem Anteil am Kloster S. Martino in Acquamundola erhielt (Schenkungsurkunde: Gattola, Accessiones 157; Cod. dipl. Caietanus II [Montecassino 1891] 17; Petrus Diaconus, Register fol. 170v n. 392; vgl. Leo Marsicanus, Chr. Casinensis II 95 [MG SS XXXIV 354]; Reg.: Leccisotti, Regesti dell'archivio II 134 n. 26; Hoffmann, Chr. und Urkunde in Montecassino 128 n. 392). Die Beteiligung des Papstes am Schenkungsakt ist nicht expressis verbis erwähnt, doch erfolgte die Übertragung an das cenobio tuo s sanctissime Benedicte, quod ... situm est in Ca[sinense] castro, ubi d. Stephanus papa qui et abbas eiusdem monasterii regimen tenet) und da der Papst sich zum Datum der Besitzüberlassung in Montecassino aufhielt, ist seine Beteiligung daran nicht auzuschließen (vgl. Federici, Duchi di Gaeta 533f.; Fedele, Ducato di Gaeta 83f. [ND 114f.]; Fabiani, Terra I 89, 319, II 192, 269; Bloch, Monte Cassino I 181ff.; Dormeier, Montecassino 33; Dell'Omo, Insediamenti monastici 50f., 103).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 1359, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1057-11-30_1_0_3_5_2_1031_1359
(Abgerufen am 16.12.2017).