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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Stephan (IX.) weiht auf Bitte König Heinrichs (I.) von Frankreich eine St-Martinskirche.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Jean des Preis (dit Outremeuse), Myreur II (Borgnet IV 254). Reg.: . Lit.: .

Kommentar

Die Quelle führt zum Jahr 1064 aus: pape Estene vint en France, où ilh fut de part Henris, le roy ... rechuis ... fist li rois par le pape didicausier son eglise de Saint-Martin, qui ancors n'astoit parfaite. Demnach müsste Stephan IX. während seines Pontifikats Frankreich besucht und eine Martinskirche – vermutlich denkt der Autor an jene in Tours, welche in der Tat um 1050 neu erbaut wurde (vgl. Hans Sedlmayer, Saint-Martin de Tours im elften Jahrhundert [München 1970] passim; Lucien-Jean Bord, Histoire de l'abbaye Saint-Martin de Ligugé 361-2001 [Paris 2005] 100ff.) – geweiht haben. Die Tatsache der späten Überlieferung lässt an der Nachricht allerdings zweifeln. Eine Weihe durch den Papst ist auf alle Fälle auszuschließen, da er in seinem Pontifikat Italien nicht verlassen hat, eine Weihe vor der Wahl ist aufgrund der späten Überlieferung ebenfalls eher auszuschließen (vgl. n. †1252).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. †1334, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1057-08-00_2_0_3_5_2_1006_1334
(Abgerufen am 23.05.2017).