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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Viktor II. reist aus Deutschland ab und kehrt nach Italien zurück.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Anon. Haserensis, Gesta ep. Eistetensium 41 (Weinfurter 66); Ann. Altahenses 1057 (Oefele, MG SS rer. Germ. 4/1891, 53f.); Chr. Wirziburgense 1057 (MG SS VI 31); Amatus von Monte Cassino, Hist. Normannorum III 48 (De Bartholomaeis, FSI 76/1935, 165); Lampert von Hersfeld, Ann. 1057 (Holder-Egger, MG SS rer. Germ. 38/1894, 70); Ann. Rom. (Duchesne II 334); Frutolf, Chr. 1057 (Schmale 74); Ann. Hildesheimenses 1057 (Waitz, MG SS rer. Germ. 8/1878, 47); Leo Marsicanus, Chr. Casinensis II 91 (MG SS XXXIV 345); Annalista Saxo 1057 (MG SS XXXVII 400); Ann. s. Albani Moguntini 1057 (MG SS II 244); Ann. s. Disibodi 1057 (Böhmer, Fontes rer. Germ. III 183); Eike von Repgow, Zeitbuch (Massmann 346f.); Sächs. Weltchr. (MG DChr. II 174); Johannes Długosz, Ann. seu Chr. Poloniae III 1056 (Dąbrowski II 73); Johannes Staindel, Chr. generale 1057 (Oefele, SS rer. Boic. I 477); Johannes Trithemius, Ann. Hirsaugienses 1057 (Mabillon I 200); Aventin, Ann. ducum Baioariae V 10 (Riezler III 78). Reg.: J p. 381; Heidingsfelder, Regesten der Bischöfe von Eichstätt 75 n. 214; Böhmer/Struve, Regesten Heinrichs IV. n. 93; JL I p. 552. Lit.: Will, Restauration II 86; Jung, Gottfried der Bärtige 30; Meyer von Knonau, Heinrich IV. I 24f.; Dupréel, Godefroid le Barbu 75; Hugelmann, Einfluss Viktors II. 213f., 217f.; Mann, Popes VI 203; Bulst-Thiele, Agnes 35; Grierson, Visit of Earl Harold 96f.; Fricke, Reichsvikare 53; Violante, Pataria 163; Berges, Designationsrecht 193; Kloos, Päpste aus Bamberg und Eichstätt 88; Lucchesi, Vita di S. Pier Damiani I 97; Schwarzmaier, Lucca und das Reich 137f.; Krause, Über den Verfasser 64; Hiestand, Notarius 45; Robinson, Henry IV 27; Johrendt, Reisen der Reformpäpste 78; Wendehorst, Bistum Eichstätt 62.

Kommentar

Den Quellen ist zu entnehmen, dass Viktor II. nach dem Regensburger Tag n. 1276 die Rückkehr nach Italien angetreten hat. Ein genaues Datum für die Abreise nennen nur das Chr. Wirziburgense, Frutolf und Annalista Saxo mit incipiente anni illius quadragesima, den Tagen nach dem 12. Februar (Aschermittwoch). Die meisten Quellen lassen dem Reiseantritt des Papstes die Regelung der Angelegenheiten in Deutschland vorausgehen. – Weinfurter, Anon. Haserensis 197f. nimmt an, dass Viktor II. zuvor von Regensburg mit dem Hof nach Neuburg/Donau gezogen sei und unterwegs möglicherweise seinen Bischofssitz in Eichstätt besucht habe (vgl. n. 1277); in Neuburg war der Königshof bis Mitte Februar (DHIV. 4 6 [Gladiss/Gawlik, MG Dipl. VI/1 5-10]). Dort müsste sich der Papst, falls er bis zu dieser Zeit am Hof weilte, verabschiedet und die Italienreise angetreten haben, die dann vermutlich über Augsburg und den Brenner führte. – Wie in der Zeit des Kölner Fürstentages (n. 1271) DHIV. 2 (Gladiss/Gawlik, MG Dipl. VI/1 3), erließ Heinrich IV. nochmals am 16. August 1057 eine Urkunde pro amore spiritualis patris Victoris scilicet secundi papae (DHIV. 24 [Gladiss/Gawlik, MG Dipl. VI/1 29], Stumpf-Brentano, Reichskanzler II 2544; Meyer von Knonau, Heinrich IV. I 44; Gawlik, Intervenienten 15; Böhmer/Struve, Regesten Heinrichs IV. n. 118). Mit der Urkunde führt der junge König eine Schenkung von zwölf Mansen und zwei Weinbergen an die Kirche von Eichstätt durch (Heidingsfelder, Regesten der Bischöfe von Eichstätt 76 n. 218). Der Urkunde fehlt das Siegel und die Schenkung wurde möglicherweise nicht vollzogen; dies veranlasste Heidingsfelder zu der Annahme, dass zwischen der Ausstellung und der Ausfertigung die Nachricht vom Tod des Papstes am deutschen Hof eintraf.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 1280, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1057-02-12_1_0_3_5_2_952_1280
(Abgerufen am 29.03.2017).