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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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(Papst Viktor II.) lässt als Bischof (Gebhard) von Eichstätt den Chor der Domkirche in Eichstätt abbrechen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Anon. Haserensis, Gesta ep. Eistetensium 41 (Weinfurter 67). Reg.: Heidingsfelder, Regesten der Bischöfe von Eichstätt 75 n. 213. Lit.: Weinfurter, Anon. Haserensis 198ff.; Johrendt, Reisen der Reformpäpste 61; Wendehorst, Bistum Eichstätt 62.

Kommentar

Dem Anon. Haserensis zufolge ließ Bischof Gundechar II. von Eichstätt (1057-1075) bereits kurz nach seiner Inthronisation den Chor seiner Kathedrale wieder errichten, dessen Abbruch antecessor suus (Gebhard I./Viktor II.) quorundam pravo concilio persuasus parvo ante obitum tempore iussit fieri. Die Weihenotiz aus dem Jahr 1060 ([Suttner] Pastoralblatt des Bistums Eichstätt 9/ 1862 137) nennt 156 bei diesem Anlass im Altar geborgene Reliquien, geht aber auf den Abbruch des Ostchores nicht näher ein. Da der Papst den Auftrag zum Abtragen des Chors kurz vor seinem Tod gab, kommt dafür ein im Januar und möglicherweise Anfang Februar 1057 anzunehmender Aufenthalt in seiner Bischofsstadt in Frage. Zu der auf zwei Münzen wiedergegebenen Vorstellung des Papstes von seinem Dom vgl. Erich Bernhard Cahn, Bischof Gebhard I. (Papst Viktor II.) und seine Eichstätter Münzen (Hamburgische Beiträge zur Numismatik 18. 19/1964. 1965, 143-147). – Von multis privilegiis Viktors II. für Eichstätt berichtet Thomas Ebendorfer (Chr. reg. Rom., Zimmermann, MG SS rer. Germ. NS 18/2, 2003, 866), doch mangels präziserer und älterer Nachrichten ist die Information wenig glaubwürdig.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 1277, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1057-01-00_1_0_3_5_2_949_1277
(Abgerufen am 12.12.2017).