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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Stephan (IX.) bestätigt Bestimmungen seiner Vorgänger über das Recht von Mönchen, Zehnt und Oblationen zu empfangen.

Überlieferung/Literatur

Orig.: – . Kop.: 1) 12. Jh., Leipzig, UniBibl., Ms. 276 fol. 72v; 2) 12. Jh., Innsbruck, UniBibl., Ms. 90 fol. 276. Druck: Paxton, Canonical Dossier 8. Reg.: Paxton, Canonical Dossier 3d. Lit.: Constable, Monastic Tithes 305; Paxton, passim.

Kommentar

Der im Leipziger Dossier und in der Handschrift aus Innsbruck überlieferte Text ist dort einem Stephanus papa zugeschrieben. Dagegen kommt derselbe Text in der Coll. Lipsensis Tit. 23 c. 20 (Ms. 275 der UniBibl. Leipzig) (Friedberg, Quinque compilationes 196) und anderen Handschriften sowie der Compilatio I Lib. III Tit. 26 c. 20 (Friedberg, Quinque compilationes 37) mit der Zuordnung an einen Papst Johannes, in der Münchner Handschrift StBibl., Cod. lat. 27129 fol. 114-116v (Giles Constable, The Treatise "Hortatur nos" and Accompaning Canonical Texts on the Performance of Pastoral Work by Monks [Speculum Historiale, FS J. Spoerl, Freiburg 1965, 567-577] 577) ohne Zuordnung vor. Paxton konnte zeigen, dass das Leipziger Dossier im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts (1120-1139) entstanden sein muss und der Papst Stephan – bzw. Johannes – zugeschriebene Text weitestgehend aus einem in derselben Sammlung enthaltenen Schreiben des Papstes Siricius (384 398) (Paxton, Canonical Dossier 6) übernommen ist. Da die Sammlung zu Beginn des 12. Jahrhunderts entstand und ähnliche Texte Leos IX. existieren (nn. 538, 823, †1047), ist anzunehmen, dass der Fälscher bei der Erstellung des Textes an Papst Stephan IX. gedacht hat.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. †1315, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1057-00-00_3_0_3_5_2_987_1315
(Abgerufen am 19.01.2017).