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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Stephan (IX.) erklärt Kaiser Heinrich (III.) wegen der Investitur zum Häretiker.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Liber Pont. CLIV (Duchesne II 278); Petrus Bohier, Liber Pont. (Přerovský, StudGrat 22/1978, 674); Thomas Ebendorfer, Chr. pont. Rom. (Zimmermann, MG SS rer. Germ. NS 16/1994, 331); Platina, Liber de vita Christi 159 (Gaida, SS rer. Ital. III/1, 1932, 185). Reg.: – . Lit.: Robert, Étienne X 68; Robert, Pape belge: Étienne X 40f.; Beulertz, Verbot der Laieninvestitur 80.

Kommentar

Von einem Streit um die Investiturrechte zur Zeit Stephans IX. ist ansonsten nichts überliefert (vgl. aber nn. †1326-†1328). Zudem ist die Information (hic ... propter investituram ... cepit declarare Heinricum imp. hereticum) dadurch diskreditiert, dass zur Zeit Stephans IX. Heinrich III. verstorben war, Heinrich IV. aber noch ein unmündiges Kind und nicht Kaiser. So teilt Platina die Nachricht mit einem relativierenden sunt qui dicant mit, und redet auch nicht von einem Streit um die Investitur, sondern einer Machtminderung der Päpste als Ursache des Streites (quod summorum pontificum auctoritatem diminueret). Weitere Quellenhinweise aufgrund Pariser Handschriften nennt Robert, Pape belge: Étienne X 40f. Insgesamt handelt es sich bei dem Hinweis um einen in zu frühe Zeit zurückdatierten Anfang des Investiturstreits, verursacht vermutlich durch den Umstand, dass Stephan IX. ohne Mitwirkung des Königshofs gewählt (n. 1311, 1313) worden war.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. †1329, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1057-00-00_16_0_3_5_2_1001_1329
(Abgerufen am 22.09.2017).