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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Stephan (IX.) schenkt Bischof Antifred von Siena die Reliquien des römischen Martyrers Crescentius.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Vita s. Crescentii 9 (AASS IV 351-353, 353). Reg.: . Lit.: Ughelli, Italia sacra2III 540; Höfler, Deutsche Päpste II 284; Meyer von Knonau, Heinrich IV. I 81; Dante Balboni, Crescenzio (Bibliotheca Sanctorum 4/1964) 292; Brakel, Heiligenkulte 285; Roxanne Clair Farrer, Sartrean Dialectics. A Method for Critical Discourse on Aesthetic Experience (Amsterdam 2000) 46.

Kommentar

Die relativ spät (um 1600) überlieferte Vita bringt die Reliquienschenkung in einen Zusammenhang mit Karl dem Großen und versteht unter dem Papst daher Stephan III. Davon abweichend sah schon Ughelli in Bischof Antifred einen Zeitgenossen des 11. Jahrhunderts. Dementsprechend verstand er den schenkenden Papst als Stephan IX., wie das alle jüngeren Autoren auch tun. Die Translation fand an den IV. id. Oct. (lt. Ughelli 1058) in Siena statt, weshalb die Schenkung durch den Papst wohl seinem römischen Aufenthalt dieses Jahres zuzuweisen sein dürfte. Allerdings war in Siena 1038-1063 ein Johannes Bischof. Daher ist der Antifred möglicherweise als ein früherer Amtsvorgänger zu interpretieren, falls dem Bericht samt Ughellis Interpretation ein über den legendarischen Chrakter hinausgehender Wert beizumessen sein sollte.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. †1323, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1057-00-00_10_0_3_5_2_995_1323
(Abgerufen am 19.01.2017).