Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

Sie sehen den Datensatz 918 von insgesamt 1068.

Papst Viktor (II.) beauftragt aufgrund einer Beschwerde des Bischofs Petrus von Teramo (n. 1245) Graf Gerhard von Ascoli und Teramo, den Teuto und dessen Söhne vor sein Gericht (n. 1248) zu laden.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Placitum von 1056 Juli (Manaresi, Placiti III, FSI 97, 234 n. 403) (vgl. n. 1248). Reg.: IP IV 312 n. *6. Lit.: Höfler, Deutsche Päpste II 262f.; Ficker, Forschungen zur Reichsgeschichte II 322.

Kommentar

Im genannten Instrument von der Gerichtssitzung wird erwähnt, dass Bischof Petrus von Teramo sich beim Papst beschwert habe, woraufhin Viktor II. den Grafen zur mehrfachen Vorladung der Beschuldigten vor sein Gericht aufgefordert habe: Petrus episcopus ad ... papam Victorium de ipso castro de la Vitice, quod ... et suos antecessores reclamationem fecerunt super Teuto et filiis suis, quod ipsi ... castellum ... malo ordine possidebant. Dum talia audivit ... papa, misit Girardum comitem suum et fecit eos ut ad placitum venirent et iustitiam facerent ... Et compellatio facta est semel, bis et usque ad tertium. Der Graf wird mit dem Ausdruck Girardum comitem suum, also als Graf des Papstes bezeichnet, weil dieser vom Kaiser die Herrschaft auch über die Grafschaft Teramo erhalten hatte (n. 1229). In der Urkunde wird berichtet, der Papst habe nach dem Scheitern der Vorladungen die in der Notitia genannten Personen zusammengerufen. Demnach ist die Beschwerde (n. 1245) wie der Auftrag an Graf Gerhard von der eigentlichen Gerichtssitzung räumlich wie zeitlich zu trennen (vgl. n. 1248). Die mehrfache Vorladung ist eine Bedingung für die Eröffnung eines kanonischen Prozesses.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 1246, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1056-07-00_2_0_3_5_2_918_1246
(Abgerufen am 21.07.2017).