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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Viktor II. bestätigt Abt Albuin von Nienburg, in der Diözese Magdeburg in Sachsen an der Saale gelegen, wunschgemäß die Privilegien seiner Vorgänger sowie die Besitzungen seines Klosters, erlässt ein Perturbations und Alienationsverbot und bedroht Zuwiderhandelnde mit dem Anathem (abbas Albuinus monasterii s. Salvatoris steque Dei genitricis Marie Nuenburch vocatum, situm inter terminos Saxonie iuxta fluvium Sala in diocesi Magdeburgensis eccl. ... privilegia antecessorum nostrorum ... confirmaremus. ... dignum duximus ... assensum prebere ... promulgamus).

Originaldatierung:
Dat. pm. canc. et bibl. SSA Hermanni Coloniensis archiepiscopi a. II d. papae Victoris II.
Incipit:
Plenum pietatis et utilitatis studium ...

Überlieferung/Literatur

Orig.: – . Kop.: – . Erw.: Urkunden Alexanders III. (1179 Mai 24) (JL 13421) (Heinemann, Cod. dipl. Anhaltinus I 417); Innozenz' III. (1206 Febr. 28) (Potthast 25534) (Heinemann, Cod. dipl. Anhaltinus I 555); Innozenz' III. (1216 Juni 4) (Potthast 5120) (Beckmann, Historie des Fürstentums Anhalt III 443). Drucke: Knaut, Gründliche Fürstellung etlicher in Beckmanns Historie des Fürstenthums Anhalt befindlicher Irrtümer 18; Heinemann, Cod. dipl. Anhaltinus I 107. Reg.: Raumer, Regesta hist. Brandenburgensis n. 553; J 3298; Santifaller, Elenco 379; Santifaller, LD 127; GP VII 60 n. 156; JL 4344. Lit.: Will, Restauration II 66; Stenzel, Klöster Anhalts 643f.; Santifaller, Elenco 150, 159, 165; Bresslau, Urkundenlehre ³I 232; Joppen, Klosterstifte Westanhalts 51f.; Claude, Magdeburg II 341; Rathsack, Fuldaer Fälschungen II 601; Dahlhaus, Rota 19, 71.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. GP. Die Drucke basieren auf dem heute verlorenen Nienburger Kopialbuch aus dem 15. Jahrhundert (fol. 8) und dessen ebenfalls verlorener Abschrift des 16. Jahrhunderts (fol. 8). Das Privileg wurde ausgestellt als Nachurkunde zu n. 1153 Leos IX. für Nienburg, welche es in vielem wörtlich wiederholt. Auffällig für den Pontifikat Viktors II. ist die Datierung durch den als Kanzler bezeichneten Erzkanzler Hermann und nicht nur in seinem Namen. Weil diese Datierweise für die letzten Urkunden Leos IX. gebräuchlich war, u. a. auch für Nienburg (vgl. n. 1153), nimmt Dahlhaus die Erweiterung um die entsprechende Formel aus dem Leo-Privileg durch den Abschreiber im 15. Jahrhundert an. Die Ansetzung des Datums im 2. Pontifikatsjahr Viktors II. (zwischen 1056 April 13 und 1057 April 12) erfolgt gemäß GP.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 1243, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1056-04-13_1_0_3_5_2_915_1243
(Abgerufen am 28.05.2017).