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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Viktor II. behält als Papst seinen bisherigen Bischofssitz Eichstätt bei.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Urkunde Bischof Gundechars von Eichstätt (1060 Juli 22) (Mon. boica NF III [München 1910], n. 3, 9-14, 9); Ann. Altahenses 1057 (Oefele, MG SS rer. Germ. 4/1891, 54); Lampert von Hersfeld, Ann. 1057 (Holder-Egger, MG SS rer. Germ. 38/1894, 70). Reg.: . Lit.: Baxmann, Politik der Päpste II 254; Meyer von Knonau, Heinrich IV. I 13, 44; Hugelmann, Einfluss Viktors II. 222; Guggenberger, Deutsche Päpste 74; Kehr, Vier Kapitel 51, 58 (ND Ders., Ausgewählte Schriften 1245, 1252); Tellenbach, Libertas 207; Goez, Papa qui et episcopus, passim; Beumann, Reformpäpste als Reichsbischöfe 25, 32f. und passim; Goez, Gebhard I. als Papst Viktor II. 18; Frech, Deutsche Päpste 324ff.; Robinson, Henry IV 27; Gresser, Clemens II. 69ff.; Weinfurter, Eichstätt 82.

Kommentar

Die Ann. Altahenses erklären, dass Viktor II. beide Bischofssitze, den von Rom und den von Eichstätt gleichzeitig verwaltet habe episcopatum autem Eichstatensem, quem dominus papa habuit. Und auch Lampert von Hersfeld ist die Beobachtung einen Eintrag Wert (Eistatensem episcopatum, quo se ille papa factus non abdicaverat), obwohl auch die drei deutschen Vorgänger Viktors II. ihren bisherigen Amtssitz beibehalten hatten (nn. 334, 422, 1166). Das ergibt sich auch aus einer Bemerkung in der Urkunde von Viktors II. Nachfolger als Bischof von Eichstätt, Gundechar, der seinen Vorgänger als presul (von Eichstätt) et papa bezeichnet. Die Beibehaltung des Eichstätter Bischofssitzes ist ebenfalls aus einer Schenkung Heinrichs IV. zu erschließen; am 16. August 1057 datiert ein Diplom für Eichstätt, mit der eine Güterübertragung vollzogen wurde pro amore nostri spiritalis patris Victoris scilicet secundi pape (DHIV. 24, Gladiss/Gawlik, MG Dipl. VI/1 29; Stumpf-Brentano, Reichskanzler II 2544; vgl. Meyer von Knonau, Heinrich IV. I 44; Gawlik, Intervenienten 15; Böhmer/Struve, Regesten Heinrichs IV. n. 118). Ohne zu wissen, dass der Papst bereits am 28. Juli 1057 verstorben war (n. 1310), macht der König die Schenkung seinetwegen. Einen Sinn ergibt das nur, wenn der Papst zugleich Bischof seines ursprünglichen Bistums war.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 1167, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1055-04-13_3_0_3_5_2_839_1167
(Abgerufen am 28.07.2017).