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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Viktor (II.) revidiert seine frühere Einstellung gegenüber Papst Leo IX.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Leo Marsicanus, Chr. Casinensis II 86 (MG SS XXXIV 335f.). Reg.: . Lit.: Di Meo, Annali VII 335; Höfler, Deutsche Päpste II 264f.; Will, Restauration II 19; Will, Viktor II. 194f.; Brucker, L'Alsace II 116f., 272, 298, 379; Chalandon, Domination Normande en Italie I 163; Barth, Kult Leos IX. 144; Goez, Gebhard I. als Papst Viktor II. 19f.; Cowdrey, Age of Abbot Desiderius 82; Schimmelpfennig, Heilige Päpste 86.

Kommentar

Leo Marsicanus überliefert, Papst Viktor habe sein Verhalten Leo IX. gegenüber – womit nur die ablehnende Haltung Gebhards von Eichstätt in der Frage einer Unterstützung des Normannenkrieges seines Vorgängers durch Heinrich III. und ein Reichsheer (n. 1022) gemeint sein kann – bereut und ungünstige Situationen im Verlauf seines Pontifikates öfters als Strafe für dieses Vergehen verstanden. So habe der Papst unter Verwendung biblischer Ziate gesagt: Merito hec patior, quia peccavi in Dominum meum (Gen 42,21) und: dignum est ... ut quod fecit Saulus patiatur Paulus (im Anklang an Apg). Der Chronist von Montecassino geht demnach an dieser Stelle davon aus, dass Viktor II. der Normannenpolitik seines Vorgängers im Nachhinein zugestimmt und somit diese bruchlos fortgesetzt hat.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 1169, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1055-00-00_1_0_3_5_2_841_1169
(Abgerufen am 24.05.2017).