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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. ruft den normannischen Grafen Hunfried zu sich.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Leo Marsicanus, Chr. Casinensis II 84 (MG SS XXXIV 333). Reg.: . Lit.: Borgia, Memorie di Benevento II 37f.; Di Meo, Annali VII 347; Hunkler, Leo IX. 268; Brucker, L'Alsace II 363; Mann, Popes VI 176; Alfaric, Pape alsacien 66; Clementi, Relations 203; Munier, Léon IX 256.

Kommentar

Der Graf hatte dem Papst versprochen, ihn bis Capua zu geleiten (n. 1096), wenn er wieder nach Rom zurückreisen wolle; die Einladung ist in den Tagen vor Antritt dieser Reise (n. 1138) anzusetzen. Gelegentlich wird in der Literatur angenommen, der Papst habe sich in jenen Tagen den Normannen gebeugt und auf süditalische Ansprüche der Kurie verzichtet (Heinemann, Geschichte der Normannen 150) bzw. gar eine entsprechende Treuga mit ihnen abgeschlossen (Tramontana, Monarchia normanna 484), um seine Freilassung zu erreichen. Denkbar ist aber auch eine bedingungslose Freigabe aufgrund des schwer angeschlagenen Gesundheitszustandes Leos IX. (Munier, Léon IX 254).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 1137, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1054-03-12_1_0_3_5_2_809_1137
(Abgerufen am 17.01.2017).