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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. knüpft seine eigene Freilassung aus der Gefangenschaft der Normannen (vgl. nn. 1085, †1090) an diejenige seiner Gefolgsleute, die deshalb scheitert.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Sigebert von Gembloux, Chr. 1050 (MG SS VI 359); Chr. s. Bavonis Gandensis 1052 (De Smet, Recueil des Chr. de Flandre I 553); Johannes Colonna, Mare hist. 37 (MG SS XXIV 273); Balduin von Ninove, Chr. 1054 (De Smet, Recueil des Chr. de Flandre II 684); Sozomenus von Pistoia, Hist. (Tartini, SS rer. Ital. I 14); Chr. belgicum (Pistorius/Struve, SS rer. Germ. III 122). Reg.: . Lit.: – .

Kommentar

Sigebert teilt im Anschluss an die Gefangennahme Leos IX. mit: sed tamen relaxari noluit, nisi etiam suis relaxatis, eine Nachricht, welche die anderen Quellen aufgreifen. Es ist durchaus denkbar, dass die Normannen mit dem Gedanken spielten, den Papst freizulassen; dessen Weigerung basiert auf dem Wunsch, das Schicksal seiner Begleiter und insbesondere der mit ihm nach Süditalien gezogenen Ritter zu teilen. Aus dieser Entscheidung resultierte die neunmonatige Gefangenschaft in Benevent (n. 1100). Gegen alle anderen Quellen und gegen die Tatsachen behauptet Jakob Twinger von Königshofen, Chr. 1052/53 (Hegel, Chr. der deutschen Städte IX 559), der Papst habe mit sinre heiligkeit bewirkt, dass die Gefangenen von Civitate freigelassen worden seien.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 1094, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1053-06-19_9_0_3_5_2_766_1094
(Abgerufen am 25.04.2017).