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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. ist im Interesse der Stadt Civitate bereit, sich den Normannen auszuliefern, welche sie belagern, und rettet den Ort durch ein Wunder.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Vita Leonis IX (Borgia II 321). Reg.: . Lit.: Di Meo, Annali VII 338; Höfler, Deutsche Päpste II 176; Hunkler, Leo IX. 241f.; Brucker, L'Alsace II 294; Gay, L'Italie II 489; Martin, Saint Léon 168; Chalandon, Domination Normande en Italie I 137f.; Mann, Popes VI 126; Stintzi, Leo IX. der Papst 37; Fuiano, Battaglia di Civitate 302; Garreau, Saint Léon IX 145.

Kommentar

Die Quelle berichtet, die Normannen hätten den Ort, an dem der Papst sich nach der Schlacht (n. 1078) aufgehalten hat, belagert und die Umgebung angezündet (n. 1081), so dass ein Feuer bereits die Stadt bedrohte. In dieser Situation sei der Papst signo salutis precedente, ad portam igne iam semiustam geeilt, offensichtlich, um den Kampf durch seine eigene Auslieferung an die Normannen zu beenden. Doch während Leo IX. noch zum Stadttor eilte, habe mirum in modum das Feuer sich gegen die Angreifer gewendet. Auf dieses Wunder hin hätten die Bewohner der Stadt Civitate, die zuvor die Auslieferung des Papstes an die Feinde geplant hätten, diesen gebeten, sich nicht auszuliefern. Die chronologische Einordnung von nn. 1077-1079, 1081 und dieser n. noch am Tag der Schlacht, dem 18. Juni, ergibt sich aus dem folgendn Hinweis, die Normannen hätten an diesem Abend nach dem "Feuerwunder" in der Nähe Civitates ihr Lager aufgeschlagen und mit der Zerstörung der Stadt am folgenden Tag gedroht. Zur Beurteilung vgl. n. 1085.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. †1082, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1053-06-18_8_0_3_5_2_754_1082
(Abgerufen am 23.10.2017).