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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Der Besitz Papst Leos IX. und seiner Begleiter sowie der Schatz der päpstlichen Kapelle wird von den Bewohnern Civitates geplündert.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Amatus von Monte Cassino, Hist. Normannorum III 40 (De Bartholomaeis, FSI 76/1935 156); Guilelmus Apuliensis, Gesta Roberti Guiscardi II 257ff. (Mathieu 146). Reg.: . Lit.: Di Meo, Annali VII 338f.; Höfler, Deutsche Päpste II 176; Hunkler, Leo IX. 241; Spach, Saint Léon IX 24; Hirsch, Amatus 286; Baxmann, Politik der Päpste II 234; Steindorff, Heinrich II 250f.; Heinemann, Geschichte der Normannen 142; Chalandon, Domination Normande en Italie I 137; Guggenberger, Deutsche Päpste 64; Fuiano, Città in Puglia 22; Haller, Papsttum II 296; Taviani-Carozzi, Léon IX et les Normands 316f.

Kommentar

Die nur durch Amatus überlieferte Plünderung des päpstlichen Schatzes steht im Gegensatz zu den Aussagen einiger hagiographischer Quellen (nn. †1082, †1086-†1088), doch sind selbst in diesen Spannungen zwischen den Einwohnern von Civitate und Leo IX. nach dem Ausgang der Schlacht zu erkennen. Noch deutlicher kommen entsprechende Konflikte in n. 1085 zum Ausdruck. Der kurze Hinweis bei Guilelmus Apuliensis: cives papam non excepere decenter kann so durchaus im Sinne des Amatus interpretiert und auf eine Plünderung bezogen werden. Allerdings hat Leo IX. kaum einen größeren Schatz mit sich geführt; vermutlich handelte es sich dabei allenfalls um die Kriegskasse sowie die persönliche Habe von Papst und Begleitung (samt liturgischem Gerät).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 1084, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1053-06-18_10_0_3_5_2_756_1084
(Abgerufen am 28.05.2017).