Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

Sie sehen den Datensatz 702 von insgesamt 1068.

Papst Leo (IX.) verbietet unter Androhung des Anathems den Bruch der Übereinkunft (legalem noticiam) (n. †1029) zwischen Erzbischof L(eodegar) von Vienne (archiepiscopum Viennensem L[eodegarium]), der ihn selbst in der Leitung des von seinem Gründer dem heiligen Petrus tradierten (apostolorum principi ... fundatoris largitate legaliter concessa) Klosters Romans (D. Vienne) vertritt (cui vicem nostram et loci curam commisimus), Ismido (von Peyrins) (Ismidonem) und den Kanonikern (von Romans) (Romanensis ... eccl. ... eiusdem loci canonicos), in welcher Ismido sich verpflichtet, dem Kloster entfremdetes Gut zu restituieren.

Incipit:
Apostolicum regimen in omnes ... (Audivimus legalem notitiam ...)

Überlieferung/Literatur

Orig.: . Kop.: 1) 12. Jh., Valence, Arch. dép., 3 G 520 (Cart. de Romans) fol. 10v; 2) 1790, Château des Clermonts (Drôme), Coll. Giraud-Jordan (Kopie von 1; nicht eingesehen; zitiert nach Gall. Pont.). Erw.: Notitia (vom 27. Jan. 1052) (Giraud, Essai historique preuves 8) mit Unterschrift Leos IX. (entspricht der Notitia vom 27. Jan. 1053 bei Chevalier, Cartulaire 122). Drucke: Giraud, Essai historique preuves 7 (fragm); Chevalier, Cartulaire 123. Reg.: Chevalier, Régeste dauphinois I 1903; Schilling, Guido 627, vgl. 651 n. 37; Gall. Pont. III/1 268 n. †10b; Gall. Pont. III/1 124 *150b; Gall. Pont. III/ 1 339 n. †6b (Ravenne?, Rimini? 1053 mars 12-14); JL 4329. Lit.: Giraud, Essai historique 51ff.; Perrossier, Recherches sur les évêques (14/1880) 389f.; Gundlach, Arles und Vienne 174f.; Bloch, Klosterpolitik 210, 214; Schilling, Guido 170ff., 175, 187, 198ff., 208f., 211, 215, 218f., 238, 623; Vrégille, Léon IX et Bourgogne 334.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Wiederhold, PUU in Frankreich III 15 (ND II 259) und Font-Réaulx, Lettres pontificales 70. Das Reskript weist Anklänge an die falschen Urkunden nn. †782, †784, †1194, †1244 für Romans auf. Die Urkunde schließt sich logisch an die unterschriftliche Bestätigung der Vereinbarung n. †1029 durch Leo IX. an. Verdächtig ist die Behauptung, das Kloster sei im Besitz der römischen Kirche, der Erzbischof von Vienne päpstlicher Vertreter in der Leitung des bereits von seinem Gründer tradierten Klosters (vgl. n. 761.12). Gundlach hält das Reskript wie die ganze Tradition von Romans für gefälscht; Schilling nimmt die Verfälschung einer echten Vorlage, in der allein die Bestätigung des Vertrages n. †1029 enthalten gewesen sei, in den Jahren vor 1095 an. Zum Datum vgl. n. †1029.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. †1030, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1053-01-27_2_0_3_5_2_702_1030
(Abgerufen am 23.05.2017).