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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo (IX.) bestätigt den Herzögen von Kärnten in einer goldenen Bulle ihr Land.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Johann von Viktring, Liber Hist. (Schneider, MG SS rer. Germ. 36/1 175). Reg.:– . Lit.: Jaksch, Geschichte Kärntens I 188ff.; Alfred Ogris, Die Beziehungen König Ottokars zum Herzogtum Kärnten vor dem Hintergrund der politischen Entwicklung im 13. Jahrhundert (Böhmischösterreichische Beziehungen im 13. Jahrhundert, hg. von Marie Bláhová/Ivan Hlaváček [Prag 1998] 69-76); Schneidmüller, Welf IV. 9.

Kommentar

Der Abt von Viktring berichtet im Zusammenhang mit der Herrschaft König Ottokars in Kärnten zu 1270, dieser habe sich in St. Veit jenes privilegium Leonis pape bulla aurea consignatum, quod pro confirmatione terre ab antiquo prisci duces habuere zeigen lassen und es mit nach Böhmen genommen. Der Herausgeber Feodor Schneider interpretiert den Papstnamen als Leo IX., doch weiß er keine weiteren Angaben zu dieser angeblichen Urkunde zu machen. Ogris, Beziehungen König Ottokars 69, bezeichnet die Stelle bei Johann als "rätselhaft", ohne auf die Ausstellung der Bestätigungsbulle einzugehen. Evtl. steht die hier wiedergegebene Tradition im Zusammenhang mit dem Umstand, dass dieser Papst Kärnten auf seiner Reise nach Ungarn durchquerte, vermutlich Ende August/Anfang September 1052 (vgl. n. †987). Dagegen vermutet Jaksch, dass Herzog Welf IV. von Kärnten, der zwar nie in Kärnten, aber mehrfach in Italien bezeugt sei, sich seine Stellung durch den Papst – dann nicht in Kärnten und auch nicht zum genannten Datum – habe bestätigen lassen.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. †986, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1052-08-00_2_0_3_5_2_658_986
(Abgerufen am 19.01.2017).