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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. erhält einen Brief Kaiser Heinrichs (III.) (imp. Enricus), der ihn zur Friedensvermittlung zu sich einlädt.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Vita Leonis IX I 7 (Poncelet 283). Reg.: – . Lit.: –, vgl. Partner, Lands of St Peter 113.

Kommentar

In der Quelle ist der ganze Brief des Kaisers inseriert, allerdings in stilisierter Form, was u. a. daran sichtbar wird, dass Heinrich III. darin sein deutsches Herrschaftsgebiet als provincia Galliarum bezeichnet. Als Grund für die Einladung wird hier angegeben: ut praelia et homicidia ab eis repellas ... gregem tibi commissum pacificare. Der Brief kam dem Papst nach Aussage der Quelle sehr gelegen, weil er in der Passage zuvor verkündet hatte, seine Schwierigkeiten mit den Normannen und Benevent dem Kaiser zu unterbreiten. Zu datieren ist der Vorgang daher vermutlich in das Jahr 1052, nach dem Scheitern der päpstlichen Versuche zur Befriedung Süditaliens. In Rom aber kann Leo IX. nur etwa Mitte Juli gewesen sein (vgl. nn. 975, 985) und in Rom hat ihn nach der Darstellung der Quelle der Brief erreicht. Bei der Gesandtschaft handelte es sich nach dem Wortlaut der Papstvita nun aber nicht um eine kaiserliche, sondern eine päpstliche, die von ihrem Auftrag zurückkehrte: legatio deferentes sanctissimi papae. Auf den Erhalt der Einladung hin sprach Leo IX. nach der Darstellung seiner Vita noch ein Gebet und brach dann auf: haec dicens iter arreptus est und zwar nach Ungarn (vgl. n. 988).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 980, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1052-07-00_2_0_3_5_2_652_980
(Abgerufen am 27.05.2017).