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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. setzt Erzbischof Halinard von Lyon für die Zeit seiner Abwesenheit in Ungarn als seinen Stellvertreter in Rom ein und weist ihm das Kloster S(S. Andrea e) Gregorio ad Clivum Scauri als Residenz zu.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Chr. s. Benigni Divionensis (Bougaud/Garnier 191). Reg.: Martin, Bullaire de Lyon n. 266; Chevrier/Chaume, Chartes et documents 251. Lit.: Gall. chr. IV 85f.; Höfler, Deutsche Päpste II 161f.; Hunkler, Leo IX. 218; Will, Restauration I 106; Steindorff, Heinrich II 181; Brucker, L'Alsace II 244, 280f.; Martin, Saint Léon 152; Mikoletzky, Vorgeschichte 259; Haller, Papsttum II 291; Vrégille, Dijon 5f.; Schmidt, Alexander II. 111; Vrégille, Hugues de Salins I 221f.; Vrégille, Hugues 174f.; Schamper, S. Benigne 189f.; Van Wijnendaele, Concile de Sutri 322f.; Schrör, Iussit eum papa Rome residere 40, 46; Vrégille, Léon IX et Bourgogne 333, 337.

Kommentar

Die Quelle führt aus, dass Leo IX. vor seiner Reise zum Kaiser nach Pressburg (n. 988) iussit eum [Halinardum archiepiscopum Lugdunensem] ... Romae residere, donec ipse rediret. Das geschah zum einen, weil der Erzbischof von Lyon einer der ranghöchsten ständigen Begleiter des Papstes und seiner Vertrauten war, zum andern vermutlich auch, weil er sich als Begleiter auf der soeben abgeschlossenen Reise nach Süditalien als guter Kenner der aktuellen politischen Lage erwiesen hatte (n. 961). Allerdings konnte Halinard nicht allzu lange amtieren; bereits am 29. Juli verstarb er an einer Vergiftung. Die von Leo IX. zugewiesene Residenz ergibt sich aus dem Hinweis der Chronik, dass der Erzbischof sich nach seiner Vergiftung dorthin bringen ließ: precepit se poni ad s. Gregorium ad Clivum Scauri; illum enim locum d. papa concesserat ei ad manendum.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 979, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1052-07-00_1_0_3_5_2_651_979
(Abgerufen am 23.03.2017).