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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. hält sich in S. Germano auf, wird dort von Abt Richer von Montecassino und dessen Mönchen, insbesondere einem namens Firmus, um die Restitution des Stephansklosters bei Terracina gebeten und bestätigt dem Kloster Montecassino dessen Besitz nach einer aufgrund der Benediktsvita des hl. Gregor (I.) geführten Beweislegung.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 965; Leo Marsicanus, Chr. Casinensis II 84 (MG SS XXXIV 331f.). Reg.: – . Lit.: Di Meo, Annali VII 327, 335; Tosti, Storia di Montecassino I 204; Hunkler, Leo IX. 234; Steindorff, Heinrich II 175; Heinemann, Geschichte der Normannen 131; Martin, Saint Léon 150; Drehmann, Simonie 35; Bloch, Klosterpolitik 234, 245; Wühr, Wiedergeburt Montecassinos 421, 428f.; Houben, Normanni e Montecassino 351; Johrendt, Reisen der Reformpäpste 84; Galland, Bourgogne 91; Munier, Léon IX 210; Ziezulewicz, Déplacements 465.

Kommentar

In der Urkunde ist erwähnt, dass der Papst in Begleitung von Erzbischöfen und Bischöfen Kampanien (nach Süden) bereiste (n. 962) und dabei apud s. Germanum sub predicto monte [Casino] positum commaneremus cum nostris confratribus quam pluribus, videlicet archiepiscopis et episcopis aliisque s Petri nostrisque fidelibus. Dort seien Abt Richer und andere Mönche des Klosters Montecassino, u. a. ein Bruder namens Firmus, vermutlich der Klosterarchivar, an ihn herangetreten mit der Bitte um Restitution der entfremdeten Kirche. Bewiesen hätten sie den Besitz des Stephans-Klosters durch Montecassino schließlich mit Hilfe [s. Benedicti] vitae historiam a beatissimo papa Gregorio editam (Dialogi II 22 und IV 9), woraufhin der Papst die Ausstellung einer Besitzbestätigung angeordnet habe (n. 965). Diese ist am 20. Mai 1052 datiert; fraglich bleibt, ob die Datierung in San Germano erfolgte, oder aber erst, nachdem Leo IX. den Ort am Fuß des Cassineser Berges wieder verlassen hatte, etwa in Benevent. Erhellt wird die Frage auch nicht durch den Hinweis der Chronik, wo inhaltlich dasselbe wiederholt wird. In die späteren Versionen der Chronik ist zudem ein Hinweis eingefügt, dass damals die Urkunde Agapits II. (955 Okt. 16) (JL 3671; IP VIII 129 n. 48; Böhmer/Zimmermann, Papstregesten n. 251) (Zimmermann, PUU I 248) nicht greifbar gewesen sei. Aus beiden Quellen ergibt sich, dass der Papst in Begleitung seines Kanzlers Friedrich reiste (der die Urkunde ausstellte und auch in der Chronik genannt ist); als weiterer Reisegefährte ergibt sich aus n. 961 Erzbischof Halinard von Lyon; andere Begleiter sind nicht namentlich angeführt.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 963, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1052-05-20_1_0_3_5_2_635_963
(Abgerufen am 20.10.2017).