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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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(Papst Leo IX.) wird von Bischof Stephan (Mercoeur) von Le Puy aufgesucht, erteilt diesem die Bischofsweihe und verleiht seiner Kirche die Exemtion von der Metropolitangewalt des Erzbischofs von Bourges (vgl. n. 897).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Chr. s. Petri Aniciensis CCCXXI (Chevalier, Cartulaire de l'abbaye de St-Chaffre 160); vgl. n. 897. Reg.: . Lit.: Willoweit, Exemte Bistümer 225.

Kommentar

In der angeführten Urkunde n. 897 verleiht Leo IX. Bischof Stephan das Pallium sowie das Recht, dass seine Nachfolger vom Papst geweiht werden. Dies beinhaltet implizit die in der Chr. überlieferte Exemtion: per eundem papam se suosque successores a Bituricensis eccl. absolvit iurisdictione. Allerdings weiß die Chr. nichts von der Palliumverleihung zu berichten, während in dem Privileg nichts über die lt. Chr. vom Papst durchgeführte Bischofsweihe vermerkt ist (Stephanus ... Romam petiit, ibique praesule sedis apostolicae pontificali suscepta benedictione). Es ist zu vermuten, dass die Chronik in der entsprechenden Notiz zwei von Leo IX. durchgeführte Handlungen vermengt, nämlich das Bischof Stephan von Le Puy verliehene Pallienrecht und die an seinem Neffen und Nachfolger durchgeführte päpstliche Bischofsweihe (vgl. nn. 991, 1045, 1046). Diese Vermutung wird durch die Tatsache gestützt, dass Stephan, der Neffe Odilos von Cluny, schon seit 1031 Bischof von Le Puy war und nicht erst 1051 die Bischofsweihe erhalten haben kann. Das Datum ergibt sich aus dem Kommentar zu n. 897, während die Ortsangabe aus der chronikalischen Notiz Stephanus Romam petiit, ibique ... abzuleiten ist.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. †898, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1051-05-20_2_0_3_5_2_570_898
(Abgerufen am 21.10.2017).