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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. restituiert den bei der römischen Synode dieses Jahres in Abwesenheit wegen Ehebruchs und Meineids exkommunizierten (n. 890.3) Bischof Gregor von Vercelli, nachdem dieser in Rom vor ihm erschienen war und Pönitenz gelobt hatte.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Hermann von Reichenau, Chr. 1051 (MG SS V 129f.); Bernold von Konstanz, Chr. 1051 (MG SS V 426). Reg.: –, vgl. IP VI/2 13 n. *21. Lit.: Höfler, Deutsche Päpste II 127f.; Brucker, L'Alsace II 223; Hauck, Kirchengeschichte III 618; Savio, Vescovi d'Italia I 466f.; Hefele/Leclercq, Hist. des Conc. IV/2 1068; Schwartz, Bistümer Reichsitaliens 138; Guggenberger, Deutsche Päpste 58; Palazzini, Dizionario dei Concili IV 255; Schmidt, Alexander II. 127; Horwege, Bruno von Egisheim 101; Gresser, Konzilien 26; Racine, Léon IX et l'épiscopat italien 294.

Kommentar

Auf das Vergehen des Bischofs hatte v. a. Berengar von Tours im Zusammenhang mit der Synode von Vercelli hingewiesen (nn. 801, 803.10). Die Verurteilung (Exkommunikation) erfolgte bei der römischen Synode 1051 (n. 890.3), was den Bestraften vermutlich veranlasste, sich in Rom vor dem Papst zu verantworten und Genugtuung zu versprechen (quem [Gregorium] non multo post [excommunicationem ipsius] Romam venientem et satisfactionem promittentem officio priori restituit [Leo papa]). Da die Synode wohl in der ersten Aprilwoche getagt hatte (vgl. n. 890), ist das Erscheinen des Bischofs von Vercelli kaum vor dem genannten Datum anzunehmen; vermutlich ist die Absolution chronologisch vor der Papstreise nach Süditalien (n. 902) einzuordnen.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 895, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1051-05-10_1_0_3_5_2_567_895
(Abgerufen am 24.05.2017).