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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. empfängt seine aus Benevent zurückkehrende Gesandtschaft (n. 876).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Vita Leonis IX I 5 (Poncelet 280f.); Ann. Beneventani 1051 (Bertolini 137; Martin/Orofino, Chr. S. Sophiae 239). Reg.: . Lit.: Di Meo, Annali VII 303; Will, Restauration I 87f.; De Blasiis, Insurrezione Pugliese I 216; Delarc, Pape alsacien 359; Steindorff, Heinrich II 163, 466f.; Brucker, L'Alsace II 227; Heinemann, Geschichte der Normannen 127; Dina, L'ultimo periodo 62; Gay, L'Italie II 483; Chalandon, Domination Normande en Italie I 128; Vehse, Benevent 94; Kölmel, Rom 98f.; Garreau, Saint Léon IX 110; Bianchi, Patriarca Domenico Marango 29; Petrucci, Ecclesiologia e politica 49f.; Horwege, Bruno von Egisheim 107; Loud, Robert Guiscard 115.

Kommentar

Die Ann. Beneventani berichten in ihrer Version A 2 (Bertolini), dass die Gesandten Leos IX. aus Benevent mense Aprili reversi sunt Romam, cum XX nobiles et boni homines in obsidatum. Von der Rückkehr nach Rom berichtet auch die Papstvita, ohne näher auf einzelne Aspekte einzugehen; hier wird nur pauschal ausgeführt, dass die Gesandten in Benevent alles entsprechend den Wünschen des Papstes durchgeführt und dessen Bewohner sich unterworfen hätten. Aus der Angabe, dass die Legation im April nach Rom zurückgekehrt sei, ergibt sich die Datierung der Gesandtschaft (n. 876) auf den Beginn des Jahres 1051. Da Patriarch Dominicus von Grado einer der Gesandten war und bei der Synode n. 890 anwesend, muss angenommen werden, dass die Gesandtschaft vor bzw. während der Versammlung zurückkehrte. Die Annahme, dass die Absendung n. 876 und die Rückkehr der Legaten erst nach dem Konzil stattgefunden hätte, würde angesichts der Entfernung von ca. 250 km zwischen Rom und Benevent und der im April verbürgten Rückkehr einen zu engen Zeitrahmen bilden. Die Rückversicherung des Papstes gegenüber der Stadt, deren Treueid nicht mehr ausreichte, durch die Forderung von Geiseln, ist nur in den Ann. vermerkt. Sie sollte die Zuverlässigkeit der Unterwerfung auch vor dem Hintergrund der unruhigen politischen Situation in der Stadt (vgl. nn. 364, 525, 739) garantieren. Horwege bringt die Unterwerfung der Stadt in Zusammenhang mit der Aufhebung der Exkommunikation (nn. 364, 739), die quellenmäßig zwar nicht überliefert ist, doch mit der Leistung des Treueides durch die Stadt entfiel der Grund für die Exkommunikation, vgl. aber n. 913.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 889, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1051-04-00_2_0_3_5_2_561_889
(Abgerufen am 25.07.2017).