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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo (IX.) weiht die dem Kloster Ebersmünster gehörende St. Mauritiuskirche in Sigolsheim (D. Basel) (capellam ... in Sigoltzheim in honore s. Mauritii ... consecravit).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Urkunde Bischof Heinrichs von Basel für Kloster Ebersheim (1222) (Trouillat, Monuments de Bâle I 486); Urkunde Clemens' V. für Ebersmünster (1312) (Grandidier, Oeuvres inédites II 58). Reg.: Munier, Léon IX 280 (1052/3); IognaPrat, Léon pape consécrateur 381 (1052). Lit.: Hunkler, Leo IX. 159; Grandidier, Oeuvres inédites II 58; Delarc, Pape alsacien 237f.; Vautrey, Hist. de Bâle I 112; Brucker, L'Alsace II 84; Schulte, Leo IX. 87; Martin, Saint Léon 135f.; Bécourt, Andlau 91; Scherlen, Sigolsheim, das Mutterdorf des Weisstales 404; Scherlen, Heiligkreuz 21; Lucien Pfleger, Untersuchungen zur Geschichte des PfarreiInstituts im Elsaß (AEKG 5/1930, 89-160) 118; Pfleger, Kult Leos IX. 87; Burg, L'église d'Alsace 93; Stintzi, Leo IX. Fahrten 75; Burg, Rôle et place de Saint Léon 106; Stintzi, Léon IX et l'Alsace 111; Stintzi, Der große Sohn 26; Barth, Handbuch elsässischer Kirchen 1307ff.; Garreau, Saint Léon IX 96; Munier, Léon IX 281.

Kommentar

Bischof Heinrich eximiert die Kapelle in Sigolsheim von der Jurisdiktion der Basler Kirche und unterstellt sie allein dem Abt von Ebersmünster mit der Begründung cum eadem a b. Leone papa ... fuerit consecrata ... Clemens V. formuliert ... Leo papa capellam superioris curie in Sigoltzheim in honore s. Mauritii et aliorum ss. consecravit. In den Registern Clemens' V. lässt sich allerdings das Privileg für Ebersmünster nicht finden, alle Autoren zitieren es nach Grandidier. Die Überlieferung ist in ihrer Echtheit umstritten. Die von Clemens V. gemachte Aussage, dass schon sein Vorgänger Leo IX. das MauritiusPatrozinium in der Kirche eingeführt habe, lässt vielleicht auch einen Schluss über den Zeitpunkt zu: Leo war im September 1050 in StMaurice (nn. 813, †814) und erhielt wohl dort Reliquien des Heiligen, weshalb diese Weihe vielleicht nach dem September 1050, während der 2. Deutschlandreise Leos IX., stattfand – 1051 nach Januar 10 war der Papst noch in Lothringen (vgl. nn. 855, 857-859). In der Literatur wird die Weihe jedoch davon abweichend verschiedenen Daten zugeordnet, so dem Jahr 1049 (Hunkler, Bécourt, Brucker) oder 1052/53 (Burg), während Stintzi, Léon et l'Alsace die Überlieferung für eine Erfindung hält.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 862, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1051-01-20_2_0_3_5_2_534_862
(Abgerufen am 25.05.2017).