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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. macht auf dem Weg nach Augsburg Rast bei den Grafen von Achalm und schenkt Gräfin Adelheid ein Cingulum.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Berthold von Zwiefalten, Chr. (Wallach 75, Bischoff, Schatzverzeichnisse I 118 n. 116; Sigmund Riezler, Fürstenbergisches UB I [Tübingen 1877] 30; Viellard, Documents de Belfort 113; Sanctarum Reliquiarum pignera gloriosa, hg. von Herrad Spilling [Bad Buchau 1992] 90); Arsenius Sulger, Ann. imperialis monasterii Zwifaltensis I 161. Reg.: . Lit.: Brun, Kyburg 21f.; Tüchle, Dedicationes Constancienses 84; Barth, Kult Leos IX. 152, 215; Schwineköper, ChristusReliquien 266; Heinz Bühler, Studien zur Geschichte der Grafen von Achalm und ihrer Verwandten (ZSWLG 43/1984, 7-87) 71f.; Hermann Josef Pretsch, Adel und Kirche. Verwandtschaftliche Verhältnisse im Zusammenhang mit der Stiftung des Klosters Zwiefalten (Ders., 900 Jahre Benediktinerabtei Zwiefalten [Ulm 1989] 44-48) 48; Petersmann, Ehemalige Blasiuskirche 171ff.; Maurer, Eberhard 292; Pörnbacher, Zwiefaltener Passionale – Kommentar 29; Spilling, Zwiefaltener Passionale – Miniaturen 31; Mathieu, Lignée maternelle de Léon IX 95.

Kommentar

Berthold berichtet über eine Reliquie Papst Leos IX. im Besitz des Klosters Zwiefalten, nämlich ein cingulum, das ipse manibus suis ... Adilheidae comitissae ... tradidit cum quadam vice ad Augustam tendens per hanc provinciam iter ageret atque in hoc loco ... pernoctasset. Die Quelle vertritt demnach die Ansicht, der Papst habe auf der Reise nach Augsburg Rast bei den Achalmer Grafen gemacht und dabei das Geschenk hinterlassen. Nach Augsburg reiste er aber drei mal: 1049, 1051 und 1053 (vgl. nn. 717, 1032); auch Petersmann tendiert zur Datierung ins Jahr 1051, während Maurer die Entscheidung zwischen den Jahren 1049 und 1052 offen lässt. Beim Augsburger Aufenthalt 1051 hat Leo IX. Erzbischof Hunfried von Ravenna, Bruder der Gräfin Adelheid, absolviert (vgl. n. 867), so dass ein vorhergehender Gunsterweis für die Schwester nicht auzuschließen ist. Möglich ist nach der Quellenaussage aber ebenso die Datierung ins Jahr 1053. Eine weitere Möglichkeit läge noch in der Annahme, dass Berthold sich irrt und die Gräfin das Cingulum überhaupt nicht in hac provincia erhalten hat. Naheliegend wäre auch ein Treffen mit dem Papst in ihrer gemeinsamen elsässischschweizer Heimat. Die Gräfin stammte wie Hunfried von Ravenna aus dem Mömpelgarder Grafenhaus, das mehrere Kontakte mit Leo IX. hatte (vgl. nn. 803.8, 867, 1013, 1078).

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 864, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1051-01-00_1_0_3_5_2_536_864
(Abgerufen am 10.12.2016).