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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Der (Archidiakon) Friedrich (von Lothringen) erbittet von Papst Leo IX. Teile der Reliquien des heiligen Gerhard, welche er zusammen mit anderen Reliquien und der vom Papst bei der Translation dieses Heiligen (nn. 827-829) verwendeten Dalmatik erhält, und schenkt sie der St. Albanskirche in Namur (D. Lüttich).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Fund. eccl. s. Albini Namucensis (MG SS XV/2 963); Aegidius von Orval, Gesta pont. Tungrensium 1047 (MG SS XXV 131); Jean des Preis (Outremeuse), Myreur II (Brognet IV 246). Reg.: Wauters, Table chronologique 619. Lit.: Wattendorff, Stephan IX. 8; Félix Rousseau, Actes des comtes de Namur de la première race 946-1196 (Brüssel 1936) LIXf.; Despy, Étienne IX 964f., 967f.; Brakel, Heiligenkulte 285; Peters, Stephan IX. 161; Krafft, PU und Heiligsprechung 46f.; Hägermann, Papsttum am Vorabend des Investiturstreits 14.

Kommentar

Die erste Quelle berichtet, Friedrich (der spätere Stephan IX.) habe bei der Translation in Toul partem corporis eius [Gerhardi] cum aliis reliquiis a papa impetravit et cum dalmatica, qua summus papa utebatur, nobis misit. Nach dem Wortlaut der Quelle könnte es sich bei der Dalmatik um irgend ein vom Papst verwendetes Kleidungsstück gehandelt haben, aber aus dem Textzusammenhang und analogen Geschenken an andere Kirchen ist anzunehmen, dass diese bei der Translation in Toul Verwendung gefunden hatte. Die anderen Quellen berichten von der Überlassung von Albans-Reliquien an die Kirche durch Friedrich und bezeichnen ihn als Archidiakon; später soll er weitere Reliquien übersendet haben; zu den Ämtern des späteren Papstes Stephan IX. vgl. n. 1385.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 833, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1050-10-22_5_0_3_5_2_505_833
(Abgerufen am 17.01.2017).