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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo IX. weiht in Remiremont (D. Toul) die Klosterkirche.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Lanfrank von Canterbury, Brief an Erzbischof Johannes von Rouen (Migne, PL 150, 520; Clover/ Gibson 82). Reg.: Duvernoy, Catalogue des actes n. 3; Iogna-Prat, Léon pape consécrateur 381 (à une date non connue); JL II p. 749. Lit.: Picart, Hist. de Toul 255f.; Mabillon/Ruinart, Ouvrages posthumes 471; Hunkler, Leo IX. 210; Guinot, Remiremont 89ff.; Duhamel, Pape Léon IX 265f.; Schwabe, Abendmahlstreit 31f.; Brucker, L'Alsace II 181ff.; Didier-Laurent, Le mariage et donation de saint Romary 205ff.; Martin, Saint Léon 133; Braun, Liturgische Gewandung 170f.; Marot, L'élévation des reliques 24ff.; Durand, L'église de St-Pierre de Remiremont 66ff.; Lerner, Hugo Candidus 8; Crozet, Consécrations pontificales 22f.; Huyghebaert, Léon IX et la lutte 418; Barth, Kult Leos IX. 160f.; Paulin, Leo und Lothringen 34f.; Capitani, Studi per Berengario 124; Hlawitschka, Äbtissinnenreihe von Remiremont 67f., 125; Hlawitschka, Remiremont 210; Brakel, Heiligenkulte 266; Vrégille, Hugues de Salins I 189; Bernard, Offices versifiés 90; Vrégille, Hugues 149f.; Schwineköper, Christus-Reliquien 262; Dahlhaus, Rota 53; Cowdrey, Lanfranc, papacy 442f.; Goullet, Vies de S. Mansuy 65; Cowdrey, Lanfranc 37f., 39ff.; Cugnier, Hist. du monastère de Luxeuil II 17.

Kommentar

In der genannten Quelle berichtet Lanfrank, Augenzeuge der Weihe gewesen zu sein: s. Leo Romanae sedis summus antistes Romaricensem, me praesente, eccl. dedicavit. Es ist allerdings fraglich, wann diese stattfand. Lanfrank war mit Sicherheit zwischen den Konzilien von Rom 1050 Mai (n. 761) und Vercelli 1050 September (n. 803) im Gefolge des Papstes. Ob er ihn schon zuvor von Reims (n. 622) nach Italien begleitet hat, ist quellenmäßig nicht überliefert und muss Spekulation bleiben, ebenso wie die Möglichkeit, dass der Prior von Bec Leo IX. auch nach der Synode von Vercelli begleitete. Lanfrank selbst sagt jedenfalls nur, dass er 1050 bis zur Synode von Vercelli beim Papst verbracht habe: usque ad ipsam synodum secum remansi (vgl. n. 803); ebenso ist sein Aufenthalt in Reims 1049 (jedenfalls bei der Kirchweihe, vgl. nn. 618, 620, 621) eher unwahrscheinlich, da er andernfalls in seinem Brief eher die Reimser Kirchweihe als jene in Remiremont als Beispiel herangezogen hätte. 1049 ließ Leo IX. durch Legaten Reliquien in Remiremont transferieren, nach dem Kalendar am 13. November, tatsächlich aber am 11. (vgl. n. 688). Da nun ein Kalendar der Abtei die Kirchweihe für den 14. November (XVIII. kal. Dec.) (Durand 72) meldet, nimmt Durand an, Leo IX. habe während seiner ersten Reise 1049 zuerst durch Legaten die Reliquien heben lassen, danach selbst die Weihe vorgenommen. Marot entscheidet sich nicht, ob diese Spekulation zutrifft oder eher Brucker Recht zu geben sei, der die Meinung vertrat, der Papst habe 1049 die Translation durchführen lassen und bei seinem Aufenthalt in Toul (vgl. n. 826) im Jahr darauf die zuvor versprochene Weihe durchgeführt. Brakel und Hlawitschka nehmen an, die Konsekration sei im Herbst 1050 vorgenommen worden, während Bernard den Ansatz von Durand aufgreift. Laut Hlawitschka 125 wurde in der Abtei später ein von Leo IX. geschenktes Pallium verwendet.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 825, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1050-10-15_1_0_3_5_2_497_825
(Abgerufen am 25.03.2017).