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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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(Papst Leo IX.) bestätigt aufgrund der von Primicerius Udo von Toul während der Synode von Vercelli (n. 803) vorgetragene Bitte (apud Vercellas in apostolica sinodo ... adierit nostram praesentiam ... Udo, primicerius congregationis s. Tullensis eccl.) den Kanonikern des Domkapitels Ste-Marieet-St-Étienne von Toul (canonicis ejusdem sedis, Deo staeque Mariae Genitrici ejus, ac b. protomartyri Stephano famulantibus) alle Besitzungen an Dörfern, Kirchen, Fischereirechten, Weinbergen, Wald, Höfen, Mühlen, Hörigen und Land (villam ... eccl. ... piscationem ... bannum ... vineis ... mansum ... farinarium ... mancipiis ... terris cultis et incultis) an genannten Orten vornehmlich der Diözese Toul, die aus Schenkungen der Bischöfe Arnulf, Frotar, Gerhard, Drogo, Gauzlin und Berthold (von Toul) (d. Arnulfus episcopus ... Frotarius ... s. Gerardus ... d. Drogo episcopus ... praesul Gauzlinus ... praesul Bertoldus), der Kleriker Andelm, Arnulf, Curelm, Fulbert und Hugo (Andelmus praesul ... Arnulfus ... sacerdos ... Curelmus sacerdos ... Fulbertus abbas et canonicus ... Hugo clericus), der Laien Anselm, Harbald und Johannes (Anselmus ... fidelis laicus ... Harbaldus ... Johannes laicus), der Erwerbungen Bischof Bertholds von Walfrid von Pagny-sur-Meuse, dessen Sohn Olderich und der Frau des letzteren Voda (quidquid ... praesul Bertoldus adquisivit a Walfrido de Pauniaco et filio eius Olderico ... et Vodae uxoris eius) sowie dem durch Bischof Berthold von Kaiser Heinrich (II.) erworbenen Wildbann (bannum et potestatem venationis, quam d. Bertoldus praesul ab Heinrico imp. acquisivit) bestünden; er bestätigt weiterhin insbesondere die vom (Touler) Archidiakon Adalbero verliehenen Besitzungen in Corniéville (confirmamus eis Corniacam villam ... quam ... dedit dilectus nobis Adelbero archidiac.) (vgl. nn. 789, 854) und verleiht selbst die Dörfer Midrevaux und Tranqueville sowie die Kirche von Lucey, um die Brüder jährlich zu seinem Gedächtnis würdig zu speisen (rediddimus ... villam ... Mundrici vallem ... Tranculfi villam ... eccl. de Luciaco ..., ut ... omni anno fratres competenti servitio ob nostrae salutis obtentu reficiantur).

Incipit:
Si utilitatibus s. matris ecclesiae ...

Überlieferung/Literatur

Orig.: – . Kop.: 1) 1558, Nancy, Arch. dép., G 1338 fol. 1 (fragm.). Reg. – . Lit.: Dahlhaus, Das bischöfliche Wirken 52.

Kommentar

Auf die Eigenständigkeit der bisher als abschriftliche Version von n. 831 betrachteten Urkunde macht Dahlhaus aufmerksam. Die ohne Intitulatio und Inskription unmittelbar mit der Arenga beginnende Kopie bricht auch mitten im Text ab, ohne Eschatokoll. Wie n. 831, mit der die ersten Sätze bis auf wenige Abweichungen identisch sind, sind die Synode von Vercelli und die Bitte Udos um ein Privieg angeführt, wogegen die Translation Gerhards von Toul (nn. 827, 828, 829) keine Erwähnung findet. Daher gelangt Dahlhaus zur obigen chronologischen Einordnung. Hinsichtlich der bestätigten Besitzungen existieren mit n. 831 nur geringfügige Überschneidungen, wogegen einige auffällige Parallelitäten zu n. 877 bestehen. Die im Text genannte Urkunde Heinrichs II. ist DHII. 235 (1011 Juli 18) (Bresslau/Bloch, MG Dipl. III 271), die genannten Bischofsurkunden ließen sich nicht identifizieren. Die Besitzliste folgt im ersten Teil den Urkunden Karls d. Dicken (885 Juni 21) (Böhmer/Mühlbacher, Regesten der Karolinger n. 1707) (Picart, Hist. de Toul pr. 5) und Arnulfs (894 Juni 13) (Böhmer/Mühlbacher, Regesten der Karolinger n. 1900) (Picart, Hist. de Toul pr. 10). Ob es sich dabei um eine eigentliche Papsturkunde handelt, ist aufgrund des fehlenden Protokolls und Eschatokolls nicht zu entscheiden; möglicherweise liegt in der Abschrift nur eine in den Rahmen von n. 831 eingetragene Besitzliste des Touler Domstifts vor. Dahlhaus plant eine Edition.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. †805, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1050-09-01_3_0_3_5_2_477_805
(Abgerufen am 30.03.2017).