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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo (IX.) trifft mit Abt Johannes (Gualberti) im Kloster Passignano (D. Fiesole) zusammen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Andreas von Strumi, Vita s. Johannis Gualberti 28 (MG SS XXX 1087). Reg.: – . Lit.: Höfler, Deutsche Päpste II 24; Hunkler, Leo IX. 115ff.; Brucker, L'Alsace II 128; Davidsohn, Florenz I 187ff.; Quilici, Giovanni Gualberto III 55f.; Boesch-Gajano, Tradizione vallombrosane 170; Gaborit, Ordre de Vallombreuse 456; Goez, Reformpapsttum in der Toscana 232; Vasaturo, Note storiche 26; Milo, Dissonance 69; Spinelli, Giovanni Gualberto 32; Beni, Santi della Chiesa Fiesolana 84f.; Romualdo Nicola Vasaturo, Vita monastica e religiosa lungo i secoli (Fiesole. Una diocesi nella storia [Fiesole 1986] 99-116) 105; Vasaturo, Vallombrosa 11f.; D'Acunto, Tensioni fra monachesimo vallombrosano e papto 59f.; Cushing, Locustae 749; D'Acunto, Età dell'obbedienza 33, 136f.; Hägermann, Papsttum am Vorabend des Investiturstreits 68.

Kommentar

In der Quelle wird ausgeführt, dass cum apud Passinianum esset Leo papa cum multo comitatu supervenit atque iuxta monasterium cum suis refectionem accepturus requievit. Andreas von Strumi verknüpft diesen einleitenden Umstand mit der Erzählung von einem Wunder. S. Johannes (Gualberti) habe auf die Nachricht von der Ankunft des Papstes hin den Ökonom des Klosters beauftragt, in einem nahen See Fische zu fangen, um die illustre Gesellschaft zu bewirten. Obwohl dort zuvor noch nie Fische gefangen worden seien, konnte der Abt dem Papst zwei Hechte vorsetzen; der wunderbare Fang wird als vom Heiligen bewirkt interpretiert. Über die Quelle hinaus, welche das Zusammentreffen als zufällig und im Zusammenhang des Wunderberichts unwichtig schildert, wird mit Boesch-Gajano anzunehmen sein, dass die Zusammenkunft der beiden Prälaten geplant war. Es bedeutete die apostolische Anerkennung der Gründung Johannes Gualbertis in Vallombrosa. Zu datieren ist das Treffen im Rahmen des einzigen toskanischen Aufenthalts des Papstes 1050 in Florenz/Fiesole (vgl. nn. 794, 795, 796, 797), doch hat der Papst den ca. 20 km Luftlinie südlich von Florenz gelegenen Ort evtl. schon besucht, als er unterwegs nach Florenz war. Die dortige Ankunft lässt sich allerdings auch nicht genau bestimmen; erstmals ist er am 11. Juli in der Metropole der Toskana nachzuweisen (n. 794), vgl. nn. 1392, 1393.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 792, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1050-06-00_1_0_3_5_2_464_792
(Abgerufen am 18.12.2017).