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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst Leo (IX.) dankt (Erz)Bischof Leodegar (von Vienne) (Leodegario pontifici) für seine Sorge um das dem apostolischen Stuhl gehörende Kloster (St-Barnard) in Romans (D. Vienne) (abbatia nostra Romana), mit dessen Leitung in Vertretung des Papstes dieser auf der römischen Synode (von 1050) (in synodo nostra Romana ... teque vice nostra regendae praeposimus) (n. 761.12) zur Besserung des Konvents und zum Schutz von dessen Besitz betraut worden sei.

Incipit:
Nosti, frater amantissime, qualiter in ...

Überlieferung/Literatur

Orig.: – . Kop.: 1) 12. Jh., Valence, Arch. dép., 3 G 520 (Cart. de Romans) fol. 10; 2) 1790, Château des Clermonts (Drôme), Coll. Giraud-Jordan (Kopie von 1; nicht eingesehen; zitiert nach Gall. Pont.). Drucke: Giraud, Essai historique pr. 6; Chevalier, Cartulaire 115. Reg.: Chevalier, Régeste dauphinois I 1891; Schilling, Guido 627, vgl. 651 n. 37; Gall. Pont. III/1 269 n. *11 und 125 n. †153; JL 4322. Lit.: Perrossier, Recherches sur les évêques (14/1880) 386f.; Gundlach, Arles und Vienne 174f.; Bloch, Klosterpolitik 210, 214; Schilling, Guido 170ff., 175, 187, 205ff., 215, 218f., 623; Vrégille, Léon IX et Bourgogne 333f.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Wiederhold, PUU in Frankreich III 15 (ND I 259) und Font-Réaulx, Lettres pontificales 70. In der undatieren Urkunde ist die angebliche Beauftragung Leodegars von Vienne mit der Leitung des vermeintlich der römischen Kirche gehörenden (vgl. nn. †782, †784) Klosters durch die römische Synode von 1050 (n. 761.12) erwähnt. Dieser fiktive Akt wird als einige Zeit zurückliegend vorausgesetzt, da Leo IX. fortfährt: te nobis fideliter obedisse multorum relatione approbavimus. Wegen dieser günstigen Nachrichten wird dem Erzbischof die für die Fälschungen des Romaneser Chartulars charakteristische erweiterte Grußformel gratiam cum apostolica benedictione zugesprochen (vgl. nn. †782, †783, †784, †1244) und er in der Fortsetzung seiner reformerischen Leitung des Klosters bestärkt. Gundlach hält diesen Brief wie die gesamte Tradition von Romans für gefälscht, während Schilling ihn genauer als Bindeglied zwischen die verfälschten Urkunden nn. †782, †783 von 1050 in Anknüpfung an n. †784 und den um 1080 vorherrschenden Spannungen zwischen Regular und Säkularkanonikern in dem Stift sowie unter Verwendung der Urkunde Gregors VII. (1075 März 9) (JL 5068; Gall. Pont. III/1 278 n. 29) (Register II 59; Caspar, MG Epistolae selectae II/1 212) (Datierung lt. Schilling, Gregor VII. und Romfreiheit 13f.) als vermutlich vor 1095 frei erfunden erweist.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. †785, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1050-05-03_10_0_3_5_2_457_785
(Abgerufen am 22.10.2017).