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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Papst (Leo IX.) wird von Bischof Eusebius Bruno von Angers in einer strittigen Ehefrage zu Rate gezogen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Humbert von Silva Candida, Brief an Bischof Eusebius Bruno von Angers (Francke, Zur Charakteristik des Cardinals Humbert 614f.) (vgl. n. 818). Reg.: – . Lit.: Francke, Zur Charakteristik des Cardinals Humbert 614ff.; Schwabe, Abendmahlstreit 16f.; Halphen, Comté d'Anjou 61; Capitani, Studi per Berengario 156f.; Guillot, Comte d'Anjou I 77.

Kommentar

Humbert antwortet in dem von ihm pro absente nostro papa et ven. apostolico (Leone) geschriebenen Brief (n. 818) auf die consultationi tuae (episcopi Andegavensis). Aus dieser Antwort ergibt sich, dass die Anfrage Bischof Eusebius Brunos sich vorwiegend um Scheidungsfragen drehte: Occidere enim uxorem gravissimi est criminis, alteram vero vivente illa ducere non minoris. Quisquis secus fecerit, anathema erit. Vermutlich fragte der Bischof wegen der 1049-1052 durchgeführten Trennung Graf Gottfrieds von Anjou von dessen Frau Agnes an; allerdings lässt der scharfe, sarkastische Ton der Antwort Humberts auch die Möglichkeit offen, dass die Anfrage sich gegen einen ehebrecherischen Gegner des Grafen, etwa Herzog Wilhelm von Normandie richtete: Nec super hoc queras a nobis christianorum constitutionum et legum decreta aliqua, cum in promptu habeas evangelica et apostolica oracula et catholicorum omnium sensa. Zur Datierung vgl. n. 818.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 817, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1050-00-00_10_0_3_5_2_489_817
(Abgerufen am 10.12.2016).