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RI III Salisches Haus (1024-1125) - RI III,5,2

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Erzbischof Gelduin von Sens beschwert sich bei Papst Leo IX. über Bischof Mainard von Troyes, der ihn aus seinem Amt vertrieben hat, und strengt einen Prozess gegen ihn an.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Clarius von Sens, Chr. s. Petri vivi Senonense (Bautier/Gilles 120ff.). Reg.: –; vgl. JL II p. 710. Lit.: Gall. chr. XII 36f.; Brucker, L'Alsace II 120; Bröcking, Französische Politik Leos IX. 42ff.; Werner, Politische und kirchliche Konflikte 28 und passim.

Kommentar

Gelduin von Sens war bei der Synode von Reims vermutlich wegen Simonie, vor allem aber wegen unerlaubten Fernbleibens von der Versammlung exkommuniziert worden (n. 627.9). Infolge dieser Entscheidung hatte ihn Mainard von Troyes, schon bei seiner Erhebung 1034 Gegenkandidat des Ortsadels gegen den vom König unterstützten Gelduin, vertrieben und das Amt übernommen. Der vertriebene Erzbischof ipso Gilduino reclamante se iniuste depositum et Mainardum inthronizatum wandte sich daraufhin wohl an Papst Leo IX., wie aus n. 678 hervorgeht. Ob Gelduin sich vor seiner Klage von der Exkommunikation gelöst hatte, lässt sich in den Quellen nicht erkennen.

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Empfohlene Zitierweise

RI III,5,2 n. 677, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/1049-11-00_1_0_3_5_2_349_677
(Abgerufen am 22.01.2017).